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Claus Heller (li.), Präsident der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, und Stefan Lohmeier, Sprecher der VR-Banken in Schleswig-Holstein tauschen sich aus. Foto: VR-Bank

Die Dürre- und Hitzeschäden der vergangenen Monate haben der Landwirtschaft im Norden und Nordosten stark zugesetzt. Die Mindererträge übersteigen oftmals 30 %. Die Einkommensverluste gehen in die Millionen, zumal die Qualität ebenfalls meist unterdurchschnittlich ist und weitere Erlösminderungen erwarten lässt. Im Interview erklärt Stefan Lohmeier, Sprecher der Volksbanken und Raiffeisenbanken in Schleswig-Holstein, warum sich die VR Banken gerade jetzt als starker Partner der Landwirte verstehen.

Wie beurteilen die VR Banken die Situation in der Landwirtschaft?
Stefan Lohmeier: Die zum Teil großen Ernteausfälle bringen viele Betriebe in eine schwierige Lage. Auch die fehlende Futtergrundlage verschärft großenteils die angespannte Situation für die Viehhalter. Trotzdem muss man die Situationen in den einzelnen Betrieben genauestens analysieren und beurteilen. Die Lage ist vielerorts angespannt. Da wollen wir helfen, und da werden wir im Rahmen unserer Möglichkeiten helfen. Das ist als regionale Bank unser genossenschaftliches Selbstverständnis.

Wie ordnen Sie die vom Staat zugesagten Hilfen ein?
Wir begrüßen die Entscheidung der Bundesregierung und der Landesregierung gemeinsam die Landwirte zu unterstützen. Besonders die dabei fokussierte individuelle Einzelfallbetrachtung halten wir für sinnvoll, da die Betriebe im Land nicht gleichermaßen betroffen sind. Sämtliche Hilfen müssen die betroffenen Landwirte allerdings auch schnell und unbürokratisch erreichen und daher sollte die Festlegung der Verfahren für die Unterstützung nun auch schnell voran gehen.

Was ist in der Zwischenzeit zu tun?
Das Warten auf das Handeln der Politik reicht nicht aus. Wir appellieren daher an unsere Landwirte, frühzeitig mit uns Kontakt aufzunehmen und Gespräche mit unseren Agrarberatern zu führen, um jeweils betriebsindividuelle Lösungen zu finden. Etliche haben diesen Weg bereits eingeschlagen. Lassen Sie mich betonen: Besonders in diesen schweren Zeiten leben wir die aktive Partnerschaft und stehen an der Seite unserer Landwirte, wie wir dies übrigens schon seit Generationen tun.

Was erwarten Sie Ihrerseits von Ihren Landwirten aus diesen Gesprächen?
Es ist unser Anspruch, den genossenschaftlichen Fördergedanken gegenüber unseren Mitgliedern in Form einer nachhaltigen Unterstützung mit Leben zu erfüllen. Das ist aber ganz sicher keine Einbahnstraße, sondern ein Geben und Nehmen. So kommt es in der Führung eines landwirtschaftlichen Betriebes etwa auch darauf an, die längerfristigen Investitionszyklen mit den kürzerfristigen Liquiditätszyklen aufeinander abzustimmen und die gesamte Betriebsführung auch unter dem Aspekt des Risikomanagements zu organisieren.

Worauf können sich die Landwirte bei Ihnen verlassen?Durch die jahrelange partnerschaftliche Zusammenarbeit besteht ein großes Vertrauensverhältnis. Eine professionelle Beratung und umfangreiche Kenntnisse im Bereich der Fördermittel sind für uns selbstverständlich. Sie können sich darauf verlassen, dass sie auf gut ausgebildete Agrarberater treffen, die gemeinsam mit ihnen individuelle Lösungen erarbeiten. Gemeinsam packen wir es an!

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