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Finanzvorstand Johannes Schulte-Althoff, Andreas Rickmers und Kommunikationschef Bernd Homann (v. li.). Foto: agravis

Premiere für Andreas Rickmers, den neuen Vorstandsvorsitzenden der Agravis Raiffeisen AG Münster und Hannover: Er übernahm zum Jahresanfang den Vorsitz von Dr. Clemens Große Frie und stellte erstmalig die Zahlen der Bilanz vor. Das Unternehmen verzeichnet 2016 einen Umsatzrückgang von 11 % im Vergleich zum vorigen Jahr auf 6,2 Mrd. €.

Ursache für die Einbußen seien gesunkene Preise bei den wichtigsten Agrarprodukten sowie bei Rohöl, Dünge- und Pflanzenschutzmitteln. Der Markt habe an dieser Stelle nicht mehr zugelassen, konstatierte er nüchtern. Trotzdem setzt der neue Chef auf nachhaltiges, profitables Wachstum für die Zukunft. Investitionen in die regionalen Standorte, Kooperationen und den zielgerichteten Ausbau der Internationalisierung nannte er als Ziele für das laufende Jahr.

Als Beispiel zählt der Vorstandsvorsitzende die Übernahme von 16 Raiffeisen-Märkten von der RWZ Rhein-Main sowie des Großhandelsgeschäftes für rund 50 Raiffeisen-Märkte im Arbeitsgebiet der RWZ. Erst vorige Woche gab das Kartellamt für das Vorhaben grünes Licht.

Als weiteren Grund des zweistelligen Rückganges nannte Johannes Schulte-Althoff, Finanzvorstand bei der Agravis, den Verkauf von drei Unternehmen der Agravis-Gruppe in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern an die Ceravis mit Sitz in Rendsburg und einem Umsatzvolumen von rund 300 Mio. €. Im Gegenzug wurden allerdings die Aktivitäten der Ceravis Sachsen übernommen. "Der niedrige Umsatz wirkte sich auf das Ergebnis vor Steuern aus, das mit 41,6 Mio. € am unteren Ende unserer Erwartungen ist", so Schulte-Althoff. Das seien am Ende 8 % weniger gewesen zu den Vorjahreszahlen.

Das Ergebnis von 6,2 Mrd. € schlüsselte der Finanzvorstand wie folgt auf: Auf den Großhandel entfallen 1,6 Mrd. €, aufs Direktgeschäft 2,6 Mrd. € und auf den Handel mit Industrie, Mühlen und Export 2 Mrd. €. Der Verlauf des vergangenen Jahres in der Branche spiegelt sich in den einzelnen Geschäftsbereiches der Genossenschaft wider. So bezeichnete Schulte-Althoff den wichtigsten Geschäftsbereich Pflanze als besonders herausfordernd. An dieser Stelle vermerkt die Agravis rund 15 % weniger mit einem Produktumsatz von 2,94 Mrd. €. Die Gründe: 1 Mio. t niedrigere Getreideerfassung, geringere Exporte sowie Einsparungen beim Betriebsmitteleinsatz der Landwirte und ein extrem harter Preiskampf.

Ein Video zur Bilanz finden Sie auf der Agravis-Homepage.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblatt-Ausgabe 13/2017 unter der Rubrik "Wirtschaft" und in der Bauernblatt-App.

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