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Jenny ließ Reitpony Don Davinio probieren. Dem Schulpferd schmeckte es. Foto: Salvana

Reiten wirkt sich nicht nur positiv auf das Körpergefühl von Kindern aus, sie bauen auch ein enges Vertrauenverhältnis zu ihrem Therapiepferd auf. Foto Assia Tschernookoff

Das therapeutisches Reiten macht den Kindern vom DRK-Kindergarten in Elmshorn großen Spaß. Dass es dieses Angebot auch weiter gibt, hat auch etwas mit Pferdekeksen und einem Projekt von zehn jungen Leuten zu tun, die derzeit ihre kaufmännische Ausbildung bei Salvana absolvieren. Ihr Ausbildungsbetrieb ermöglichte es ihnen, selbstständig ein neues Produkt auf den Markt zu bringen: eine Backmischung für Pferdekekse. Einen Teil des Erlöses spendeten sie kürzlich für das therapeutische Reiten der Kinder.

Qaed, Lea, Kainda, Anja, Jana, Jenny, Vivian, Carolin, Dora und Felix staunten nicht schlecht, als ihre Ausbildungsleiterin Jannike Hirth zum Auftakt der Projektwoche eine Tüte präsentierte: "Das ist eine Backmischung für Pferdekekse. Eure Aufgabe ist es, sie auf den Markt zu bringen." Da ahnten die Azubis noch nicht, dass dieses Projekt eine ihrer anspruchsvollsten Herausforderungen, aber auch der größte Spaß im Laufe ihrer bisherigen Ausbildung werden sollte. Die Voraussetzungen waren auf jeden Fall gut, denn Marketing, Einkauf, Buchhaltung, Produktion und Vertrieb sind alle am Firmenstandort in Klein Offenseth-Sparrieshoop angesiedelt. So konnten die angehenden Industrie- und Bürokaufleute und BWLer bei der Lösung der Aufgabe Know-how aus allen Bereichen nutzen. Das hörte sich am Anfang allerdings leichter an, als es dann war.

Start bei null

"Wir wussten weder, wie die Backmischung zubereitet wird, noch ob man sie überhaupt essen oder besser gesagt fressen kann", erinnert sich Kainda. Darum wurde in der firmeneigenen Versuchsküche gleich mal getestet: In welchem idealen Mischungsverhältnis von Wasser und Backmischung muss der Teig angerührt werden, wie lange und bei welcher Hitzestufe sollen die Plätzchen im Ofen gebacken werden, bis sie schön goldbraun sind, und wie lange sind sie haltbar? Und schließlich stand die Frage im Raum: "Mögen die Pferde diese Leckerlis überhaupt?"

Fresstest

Tierische Testkandidaten zu finden, war aber nicht weiter schwierig, denn die Hälfte der Azubis hat Pferde oder reitet. Tatsächlich fraßen ihnen die Tiere die selbst gebackenen Kekse gierig aus der Hand. Die erste Hürde war also genommen, aber es musste noch vieles mehr bedacht werden: ein griffiger Produktname, ein ansprechendes Design, eine Verpackung, die Deklaration der Zutaten und die Füllmenge, die Kalkulation der Kosten und des Verkaufspreises.

Auch die Herstellung musste in den Produktionsablauf eingeplant werden. Der Zeitdruck war enorm. Denn die Backmischung für Pferdeleckerlis sollte rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft auf den Markt kommen. Da waren die Aussichten für einen erfolgreichen Launch am besten.

Schockmoment

Mehrfach wollten die zehn schon das Handtuch schmeißen. Den größten Schockmoment bescherte ihnen die Verpackung: "Als wir endlich eine passende gefunden hatten, sah die Backmischung darin viel zu mickrig aus." Fieberhaft wurde nach neuen Anbietern gesucht, die noch rechtzeitig eine Alternative liefern konnten.

"765 Tüten waren es, die wir alle selbst abgefüllt und mit Logo, Gebrauchsanleitung und Angabe der Inhaltsstoffe - übrigens ohne Zuckerzusatz und gentechnikfrei – beklebt haben", so Kainda. Heiße Diskussionen lieferte sich die Gruppe bei der Namensfindung. Jeder verteidigte seine Idee. "Am Ende konnten wir uns auf ,Backspaß' einigen." Mit großer Kreativität und viel Liebe zum Detail entwickelten sie nicht nur ein tolles Produkt, sondern auch jede Menge Marketingaktivitäten.

Jeder Packung, die wiederverschließbar war, wurde zum Beispiel ein kleines Backförmchen als Give-away beigepackt. Die Frage, ob die Ausstecher die Form eines Herzens oder eines Sterns haben sollten, wurde von den Facebook-Usern geklärt. Die Wahl fiel eindeutig auf gelbe Sternchen. "Internet und Soziale Medien waren unsere wichtigsten Kommunikationsplattformen", bestätigt Jenny, Azubi im zweiten Lehrjahr, und ergänzt stolz: "Auf der Firmenhomepage bekamen wir sogar eine eigene Seite."

Dann war es so weit: Mit großer Spannung wurde der "Backspaß" im Markt eingeführt. Außendienst und Futterlieferanten nahmen die Tüten mit auf ihre Kundentouren. Der Verkauf wurde mit vielen Aktionen angekurbelt. Auf einer Messe waren die Azubis mit einem eigenen kleinen Backstudio die Attraktion schlechthin. "Wir haben die Pferdeleckerlis vor Ort gebacken", so Vivian.

"Der Plätzchenduft in den Messehallen lockte die Besucher an unseren Stand, und mit unseren blauen Schürzen und roten Kochmützen fielen wir schon von Weitem auf." Die Azubis dachten sich weitere Rezeptideen aus. "Wir schnippelten zum Beispiel Äpfel, Birnen, Karotten und Bananen hinein", erzählt Lea.

Den kompletten Beitrag lest ihr in der Bauernblattausgabe 12/2018 unter der Rubrik "Schättruum" und im digitalen Bauernblatt.

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