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Fingerfood mit Gruselpotenzial. Antonia und Jorunn arbeiten am Apfelgebiss. Die Spinnenmuffins sind schon fertig. Fotos: Kathrin Iselt-Segert

Bei den Apfelgebissen darf auch gern mal eine Zahnlücke zu sehen sein.

Beim Tanzverein in Kiel geht am nächsten Sonnabend die Halloweenparty ab. Das Besondere daran: Es wird dann nicht nur von Gespenstern, Vampiren, wandelnden Leichen und Catwoman wimmeln, sondern es gibt auch ein ziemlich schrilles Buffet. Schättruum hat sich mit den Tänzerinnen Antonia Quesada Miguel (22) und Jorunn Fuchs (19) getroffen und erlebt, wie Fingerfood mit Gruselpotenzial entsteht. In der kleinen Küche des Tanzvereins blieb natürlich auch Zeit, übers Tanzen zu reden.

Doch zunächst mussten die Mumien in den Backofen, also die in Pizzateigstreifen gewickelten Würstchen. "Eigentlich mache ich Pizzateig selbst", sagt Antonia, aber heute musste ein Griff in die Tiefkühltruhe reichen. Antonia ist im dritten Lehrjahr zur zahnmedizinischen Fachangestellten und gerade von der Arbeit gekommen. Einmal die Woche ist Schule, ansonsten läuft die Ausbildung in der Zahnarztpraxis: Abdruckmasse anrühren, Instrumente reichen, die Abrechnung machen. Nach der Ausbildung will sie ihr Abi nachholen und "noch mal das Studentenleben genießen", sagt sie mit einem Lachen.

Jungsmangel

Momentan bleibe neben der Ausbildung wenig Zeit zum Tanzen. Einmal in der Woche ist die Halbspanierin beim Jugendtanzkreis. Das größte Problem ist, dass sie momentan keinen Tanzpartner hat. Akuter Jungsmangel ist ein Dauerthema im Verein. Noch schwieriger werde es, wenn man Turniere tanzen wolle, sagt Antonia. Genau das aber ist ihr Ziel. Latein und Standard sollen es sein. Dazu brauche man einen Partner, der die gleichen Ziele habe, weiß Antonia aus Erfahrung. "Und dann muss es einfach passen, denn das ist harte Arbeit." Ihr eigener Freund komme nicht infrage. Der sei Footballspieler und habe mit Tanzen nichts am Hut, sagt die 22-Jährige.

Spinnenbeine

Ihre Tanzkollegin Jorunn hat inzwischen die Mumien aus dem Ofen geholt. Während sie abkühlen, sollen Spinnenmuffins, Käseaugen und Apfelgebisse entstehen. Getanzt habe sie eigentlich immer, erzählt die Chemiestudentin im dritten Semester beim Zuschneiden der Spinnenbeine. Von der ersten bis zur siebenten Klasse Ballett, dann hätten das zeitintensive Training und die Schule nicht mehr zusammengepasst. "Ich hab stattdessen meinen Bruder Gero ein bisschen gezwungen, mit zum Tanzverein zu kommen", sagt sie und grinst verschmitzt. Das war praktisch, denn so hatte sie einen Partner. Ihr Bruder ist immer noch gern dabei, tanzt im Saal nebenan mit seiner heutigen Partnerin. Als sie vom Ballett kam, mochte Jorunn besonders den langsamen Walzer.

"Heute tanze ich alles gern, aber besonders die Rumba", sagt die 19-Jährige. Wenn Musik laufe, stelle sie sich automatisch vor, was man zu den Beats tanzen könnte. Antonia hört in ihrer Freizeit Elektro und Rock. Ab und an gehe sie zu Latinopartys, aber egal was laufe, sie tanze sich gern die "Seele aus dem Leib". Das sei ein super Ausgleich nach einer anstrengenden Woche. Für die beiden Tänzerinnen steht fest, dass jeder zumindest die Standardtänze können sollte. Dass sie selbst beim Tanzverein gelandet sind, empfinden sie noch immer als Glücksfall. Gern führen sie durch das weitläufige Gebäude mit sechs Tanzsälen, schön eingerichteten Umkleiden und Lounges.

Nun sind die "Mumien" abgekühlt. Aus den Muffins sind Spinnen geworden, aus dem Käse Augen und aus den Apfelscheiben Gebisse. Mit Holzzahnstochern malen die Tänzerinnen den Mumien Senfgesichter. In einer Woche bekommen die Gruselspeisen noch große Gesellschaft, denn dann feiert der ganze Verein Halloween. "Beim ersten Mal war es nur der Jugendtanzkreis", berichtet Jorunn. Offenbar habe sich herrumgesprochen, wie cool die Party war. Nun also wird es richtig groß. Immerhin hat der Verein etwa 2.000 Mitglieder.

Den kompletten Beitrag lest ihr in der Bauernblattausgabe 42/2018 unter der Rubrik "Schättruum" und im digitalen Bauernblatt.

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