Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Jon Mathies und Hannah Sörensen fühlen sich im dänischen Ausbildungssystem wohl. Derzeit absolvieren sie ihr betriebliches Praktikum im heimischen Nordfriesland. Foto: Sabine Voiges

"Wenn man sich einmal für Dänemark entschieden hat, bleibt man – oder man kommt erst gar nicht her", so die Erfahrung der beiden Nordfriesen Hannah Sörensen (20) und Jon Mathies Paulsen (19). Die angehenden Landwirte aus Högel und Enge-Sande haben sich für eine Ausbildung in Dänemark entschieden. Hannah besucht im Nachbarland die Gråsten Landbrugsskole/Landwirtschaftsschule Gravenstein in der Kommune Sonderburg. Jon hat sich für den Besuch der Landbrugsskole Bygholm/Landwirtschaftsschule Bygholm in Horsens an der Ostküste Jütlands entschieden. Schättruum hat die beiden zu Hause in Nordfriesland getroffen.

Einig sind sich die beiden "Grenzgänger" darüber, dass ihnen das dänische Berufsschulsystem besser gefällt als die deutsche Variante. "Im dänischen Schulsystem geht es stärker um das Miteinander. Es wird mehr Wert auf Teamarbeit gelegt, und alles wird lockerer, mit weniger Druck angegangen", berichten sie.

Für Jon begann die dänische Schulkarriere bereits mit dem Besuch der Kita in Bredstedt. "Meine Mutter findet das dänische System einfach besser. Deshalb hat sie meinen großen Bruder, mich und auch meine kleine Halbschwester dorthin geschickt", erklärt er.

Hannah und Jon besuchten anschließend, ebenfalls in Bredstedt, die dänische Gemeinschaftsschule bis zur 8. beziehungsweise 9. Klasse. Ihre Abschlüsse machten sie mit der 10. Klasse als Internatsschüler in Dänemark. "Die Zusammenarbeit in puncto Schule zwischen Deutschland und Dänemark ist immer noch ziemlich schwierig", erklärt Hannah. "Für mich war es schlicht einfacher, nach der 10. Klasse in Dänemark zu bleiben. Denn wenn man ins deutsche System wechseln will, muss man einen bestimmten Notendurchschnitt haben. Sonst muss man die Klasse wiederholen. Das kostet dann nur unnütze Zeit", sagt das blonde Mädchen, das wie eine Dänin aussieht.

Jon hat sich für die Landwirtschaftsschule in Bygholm entschieden, weil diese den Abschluss mit Abitur anbietet. Beide dänische Schulen stehen deutschen Berufseinsteigern, die ihre Ausbildung "im Land mit den glücklichsten Menschen" machen möchten, offen. Allerdings sei für die Aufnahme an den Lehranstalten die Zugehörigkeit zur dänischen Minderheit Voraussetzung. Das heißt, die Eltern sind zum Beispiel über die Mitgliedschaft im Sydslesvigsk Forening - dem Südschleswigschen Verein im dänischen System gemeldet. "Trotzdem ist es immer noch ziemlich kompliziert, denn man muss auf dem Konsulat in Flensburg ellenlange Fragebögen ausfüllen", berichtet Hannah.

Den kompletten Beitrag lest Ihr in der Bauernblattausgabe 51/2018 unter der Rubrik "Schättruum" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.