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Jannes erster selbtgefangener Barrakuda! Auf der südindonesichen Insel Ost-Nusa Tenggara lernte sie einen Fischer kennen und arbeitet auf dessen Farm. Foto: privat

Im nasskalten Novemberregen Schleswig-Holsteins kann man sich schon ein bisschen nach fernen und vor allem wärmeren Ländern sehnen. Janne Richling hat dieser Sehnsucht nachgegeben und ist für elf Monate nach Australien und Indonesien abgehauen. Rückblickend hat diese Reise nicht nur ihren geografischen Horizont erweitert, sondern ihr auch neue Impulse für ihre Zukunft gegeben. In einem Blog hat Janne die Community an ihren Erlebnissen und Erkenntnissen teilhaben lassen. Seit September ist sie zurück in Schleswig-Holstein. Schättruum hat sie in Schmalfeld getroffen.

Als Janne in die Welt aufbricht, weiß sie noch nicht, was sie erwartet. Eine indonesische Hochzeit zum Beispiel stand sicher nicht auf der Liste! Fast ein Jahr lang will sie reisen und dabei etwas über Landwirtschaft in anderen Ländern erfahren. Von zu Hause weg ist sie schon länger, denn Janne kommt eigentlich aus Nordrhein-Westfalen. Ohne dass ihre Familie mit Landwirtschaft zu tun hatte, beschließt sie, nach dem Abitur eine Ausbildung zur Landwirtin zu machen. Schon in den Sommerferien hatte sie öfter auf einem Hof in Schleswig-Holstein gearbeitet. Das Interesse war geweckt und der Plan hieß, erst einmal eine zweijährige Ausbildung abzuschließen und später noch ein Geografiestudium dranzuhängen. Die Lehre hat sie in Schleswig-Holstein gemacht, dann zog es sie aber in die Welt. Mit der abgeschlossenen Ausbildung in der Tasche war es für sie kein Problem, sich in Australien auch mit wenig Geld durchzuschlagen. Über eine Agentur fand sie Jobs auf verschiedenen Farmen, die eine gelernte Kraft immer gut gebrauchen konnten.

"Australien war schon immer mein Traum", erzählt die 22-Jährige. "Sommer, Sonne und die Menschen sollen so nett sein!", hatte sie vorher gehört. "In der Landwirtschaft war es auch einfach, Jobs zu finden. Erst mal habe ich für drei Monate auf einem Betrieb für Geld gearbeitet und dann bin ich ein bisschen rumgereist und auf verschiedenen Höfen gewesen!" Ihre Kamera und ihren Laptop hat Janne immer im Rucksack, denn was sie unterwegs so erlebt, will sie nicht nur für sich behalten. In ihrem Blog lässt sie von unterwegs alle daran teilhaben. Sie schreibt über ihre Arbeit, über die Farmen, auf denen sie arbeitet, und vor allem über die Menschen, denen sie begegnet und die sie beeindrucken.

In Australien herrschen trotz des ganz anderen Klimas und unterschiedlicher Arbeitsweisen doch eher westliche Standards auf den Farmen. Janne will jedoch noch mehr sehen und viel mehr lernen. Nach zehn Monaten zieht sie weiter in unbekanntes Terrain. In Bangkok, der Hauptstadt des Königreichs Thailand, probiert sie, in Südostasien neue Kontakte zu knüpfen. Sie besucht die Niederlassung von Claas für den südostasiatischen Raum und wird dort mit offenen Armen empfangen. In einem Gespräch kann Janne sich über den Stand der Mechanisierung der Landwirtschaft in den Schwellenländern informieren. In ihrem Blog schreibt sie später dazu: "Es ist längst nicht so hinterwäldlerisch, wie man es sich möglicherweise vorstellt!" Auch bei FAO (Food and Agriculture Organization of the United Nations) klopft sie an. "Das hatte mir ein Lehrer meines Gymnasiums empfohlen", erzählt sie. Auch hier weiß man ihr großes Interesse zu schätzen und man nimmt sich Zeit, Janne über die Projekte der FAO zu informieren. Janne ist von der Arbeit der Organisation begeistert und schreibt auf ihrer Webseite: "Zum Beispiel haben sie in Vietnam eine Frau aus einem Dorf im Umgang mit Medikamenten und der Impfung für Geflügel ausgebildet. Die Medikamente werden von der UN finanziert."

Doch das hoch entwickelte Bangkok ist nicht Jannes erste Adresse in Südostasien. Sie möchte auch vor Ort sehen, wie Landwirtschaft in diesem Teil der Welt funktioniert. Indonesien ist gerade wegen des bedrohlichen Vulkans Mount Agung auf der Insel Bali in allen Nachrichten. "Bali ist das Mallorca von Indonesien", findet Janne. Sie zieht es jedoch immer weg von den ausgetretenen Touristenpfaden hin zu den Einheimischen. Auf Bali unterhält sie sich mit Reisbauern und erfährt vor allem von Farmer Wayun, wie viel Arbeit es kostet, bis nach sechs Monaten der Reis geerntet wird und warum der Einsatz von Maschinen auf den beschränkten Flächen schwierig ist. Die treuen Leser ihres Blogs hält sie dabei stets mit Fotos und Berichten auf dem Laufenden.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 49/2017 unter der Rubrik "Schättruum" und im digitalen Bauernblatt.

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