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Winzig und kuschelig sind diese fünf Wochen alten Parson Russel Terrier aus Lenas Welpenkindergarten. Foto: Christiane Hermann

Kuschelalarm: Wenn Lena ins Hundehaus kommt, überschlagen sich die Hundebabys fast vor Freude. Lenas Stiefel sind dann gar nicht mehr zu sehen. Foto: Christiane Hermann

Lena Bielfeldt ist leidenschaftliche Reiterin. Aber sie hat in ihrer Freizeit auch mit kleinen Vierbeinern zu tun: Hundewelpen. In ihrer Freizeit unterstützt sie ihren Vater und übernimmt eine Aufgabe, die genauso wichtig wie schön ist. Sie bereitet die kleinen Hunde auf das Leben vor. Schättruum durfte für einen Nachmittag Lenas Welpenkindergarten besuchen.

Wenn Lena das kleine Hundehaus betritt, dann wird ihre Stimme ganz automatisch hoch, und sie nimmt einen lockenden Tonfall an. "Hundebabys!" Vom Hundekörbchen unter der wärmenden Rotlichtlampe gehen sofort acht kleine Köpfchen in die Höhe, Ohren spitzen sich, und die noch ganz kurzen Schwänzchen fangen an, aufgeregt zu wedeln. Die ersten Parson Russel Terrierwelpen stürmen auf Lena zu. "Hundebabys Hundebabys!", ruft Lena die kleinen Energiebündel noch mal. Die stolpern und überschlagen sich fast vor Freude. Jedes will am schnellsten zu Lena. Von deren Stiefeln ist vor lauter Gewusel fast nichts mehr zu sehen. Nimmt die Schülerin aber eins der meerschweinchengroßen, oder besser -kleinen Hündchen in die Hand, dann werden sie ganz ruhig. "Das mögen sie", erklärt die 13-Jährige.

Dass diese jungen Hunde sich vor lauter Freude fast überschlagen, wenn Lena kommt, ist das Ergebnis der behutsamen Prägung. Lena und auch ihre Mutter kümmern sich nämlich täglich um den Nachwuchs ihrer Hündin Lilly. "Wenn die Welpen so fünf Wochen alt sind wie jetzt, dann sind die schon richtig mobil, und ich mache dann ganz viel mit den Kleinen", erzählt Lena. Manchmal lässt sie sie über Leitern klettern oder geht mit ihnen nach draußen in den Wald. Im Sommer nimmt sie die jungen Hunde auch mal mit zum See. "Meistens planschen sie nur ein bisschen am Rand. Manche gehen aber schon mal ganz rein. Das ist süß!", schwärmt die Schülerin.

Das Ziel: Unerschrocken und treu

Lena ist dafür zuständig, dass die Welpen schon früh zu selbstbewussten jungen Hunden heranwachsen. Sie weiß: "Wenn sie später zu ihren neuen Besitzern kommen, ist es besser, wenn sie vorher schon viel Kontakt mit Menschen hatten und alles schon kennengelernt haben. So sind sie dann auch viel mutiger."
Diese jungen Parson Russel Terrier sollen nämlich nicht ausschließlich Kuschel- und Spielhunde werden. Genau wie ihre größeren Freunde, die Deutsch-Drahthaar-Jagdhunde, die in den Zwingern am Haus der Familie leben, sollen sie demnächst treue und vor allem nützliche Begleiter eines Jägers werden. Lenas Vater ist Förster und Jäger. Er züchtet diese beiden Hunderassen und bildet sie auch zu Jagdhunden aus. So ein Tier muss unerschrocken und treu sein. Es muss seinem Menschen folgen und gerne den Anweisungen des Jägers gehorchen. Doch bevor die richtige Ausbildung der jungen Hunde losgeht, ist Lena dafür zuständig, dass die Tiere auf den Menschen geprägt werden. Der Welpenkindergarten ist ihr Revier.
Wenn das Spielen mit den Welpen Programm ist, dann kommen natürlich auch die Freunde gerne mal zu Besuch: "Wir legen Hunden dann oft Bälle hin und spielen mit denen. Oder wir gehen auch mit ihnen raus. Dann laufen sie uns hinterher und probieren alles aus."

Manchmal fällt der Abschied schwer

Eigentlich hat hier jedes Hündchen auch schon seinen Namen. Alle aus diesem Wurf fangen mit D an, weil es der vierte Wurf der Hündin Lilly ist. Doch in dem Gewusel muss man schon genau hinsehen, um zu erkennen, wer hier wer ist. Doch den einen oder anderen schließt Lena schon mal besonders in ihr Herz: "Also es gibt immer so ein oder zwei Welpen, die ich ganz doll lieb hab und die ich dann nicht so gerne abgeben mag. Aber man gewöhnt sich auch dadran. Das ist ja schon immer so. Es ist für mich schon so normal, dass die abgegeben werden." Zurzeit wohnen im und am Forsthaus sechs Deutsch Drahthaar, drei ausgewachsene Parson Russel Terrier und die acht Welpen, um die Lena sich gerade kümmert. Dass man da nicht jeden Hund behalten kann, erklärt sich von selbst. Alle großzuziehen würde ja auch noch mehr Zeit in Anspruch nehmen, und davon hat Lena nicht viel über.

Den kompletten Beitrag lest ihr in der Bauernblattausgabe 10/2018 unter der Rubrik "Schättruum" und im digitalen Bauernblatt.

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