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Seit seinem dritten Lebensjahr ist Marvin am Ball. Foto: Kathrin Iselt-Segert

Mit drei Jahren hat Marvin Kehl aus Kellinghusen angefangen, Fußball zu spielen. Über die Landesauswahl kam er mit 16 zum Nachwuchskader des FC St. Pauli, träumte davon, Profifußballer zu werden. Dann kamen Verletzungen. St. Pauli verlängerte den Vertrag nicht. Eine bittere Enttäuschung. Jetzt ist der 21-Jährige nach einer Zwischenstation beim Lüneberger SK für eine Saison zum PSV Neumünster gegangen und wieder Stammspieler. Schättruum erlebte ihn als leidenschaftlichen, fokussierten Teamplayer auf dem Platz und nach dem Spiel als coolen Typen, dem Freundschaft und das Menschliche genauso wichtig sind wie der Spaß am Fußball.

Schättruum: Hattest du jemals Lust auf eine andere Sportart?

Marvin: Darüber brauchte ich nie nachzudenken, weil ich schon mit drei Jahren begeistert mit dem Fußball gespielt habe, auch wenn ich anfangs vor allem meinem Cousin die Bälle zuspielen musste. Mein Vater (Uwe Kehl, Anm. d. Red.) war auch begeisterter Fußballer und hat das an mich weitergegeben.

Über welche Stationen bist du zum FC St. Pauli gekommen?
Als ich zehn war, kam ich in die Kreisauswahl und bin ich neben dem Vereinstraining in Kellinghusen jeden Montag zum Stützpunkttraining nach Neumünster gefahren. Später wurde ich in die Landesauswahl Schleswig-Holstein berufen. Zu der Zeit habe ich bei der SG Padenstedt in der C-Jugend gespielt. Mein Vater und Joachim Schnoor, Landwirt aus Padenstedt, waren damals unsere Trainer. Wir spielten eine super Saison und wurden Zweiter in der Landesliga. Das war die zweithöchste Spielklasse in diesem Alter, gleich unter St. Pauli, HSV und Wolfsburg. In dieser Zeit wurde St. Pauli auf mich aufmerksam.

Davon träumt jeder kleine Kicker. Was war das für ein Gefühl?
Also, ich war immer ein ziemlich ruhiger, gelassener Typ, aber ich hab mich natürlich extrem gefreut, als der Anruf kam. Vor dem ersten Probetraining konnte ich auch nicht so supergut schlafen. Aber ich hab mich nicht verrückt gemacht und auch nicht zur Winterpause gewechselt, wie es St. Pauli gern wollte, sondern im Sommer. Das gehört für mich zum Fußballehrenkodex, die Mannschaft nicht mitten in der Saison zu verlassen.

Und dann ging es von Padenstedt nach Hamburg. Du warst Gymnasiast. Wie sah dein Alltag aus?
Alles war neu. Zuerst bin ich in Kellinghusen mit sechs Freunden in zwei Minuten zum Training gefahren, dann mit vier Freunden zur SG Padenstedt, jetzt ging es jeden Tag nach Hamburg. Zum Glück hatte ich einen Kumpel aus meiner Region, der auch nach Pauli fuhr. Ich weiß sogar noch die Zeiten: 15.54 Uhr Abfahrt ins Wrist, 16.30 Uhr in Hamburg-Dammtor, dann 20 Minuten mit dem Bus zum Trainingsgelände. Gegen 21.30 Uhr war ich wieder zurück. Ohne meine Familie hätte ich das mit 15 gar nicht geschafft. Meine Mutter ist extra früher aufgestanden, damit ich nach der Schule ein Mittagessen habe. Mein Vater und auch meine Oma und mein Opa haben mich nach Wrist zum Zug gebracht.

Das komplette Interview lest ihr in der Bauernblattausgabe 47/2018 unter der Rubrik "Schättruum" und im digitalen Bauernblatt.

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