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Jan Fiedler sorgt mit seiner Behandlung für einen besseren Kontakt zwischen der oberen und unteren Zahnreihe. Foto: Henrik Bagdassarian

Ein Blick in das Pferdemaul verrät viel über den Gesundheitszustand des Tieres. "Genau genommen sind die Zähne des Pferdes der erste Abschnitt eines sehr komplizierten Verdauungsvorgangs", sagt Jan Fiedler. Der in Blumen­thal, Kreis Rendsburg-Eckernförde, lebende Tierarzt erklärt, wie wichtig regelmäßige Zahnbehandlungen für den gesamten Organismus des Pferdes sind.

Jan Fiedler ist zertifizierter Pferdedentalpraktiker nach IGFP (Internationale Gesellschaft zur Funktionsverbesserung der Pferdezähne). Die im Jahr 2001 gegründete Gesellschaft bietet ihren Mitgliedern regelmäßig Fortbildungen und Workshops an, damit sie im Bereich der Pferdezahnmedizin stets auf dem neuesten Stand sind. Fiedler erläutert: "Das Pferd war früher ein Steppentier. Sein Gebiss ist darauf ausgerichtet, 16 Stunden am Tag hartes Steppengras zu zerkleinern. Ein physiologischer Abrieb der Zähne ist heutzutage durch die weitverbreitete Fütterung von weichem Heu oder gar Heulage und vorgequetschtem Kraftfutter kaum mehr möglich." Die Folge seien Haken und Kanten an den Backenzähnen sowie Fehlstellungen der Schneidezähne.

Ohne den nötigen Abrieb verschlechtert sich der Kontakt zwischen Ober- und Unterkiefer. "Um die Backenzahnreihen zu schließen, muss das Pferd dann beim Kauvorgang stetig den Druck erhöhen", sagt der Tierarzt. "Dabei kann der Druck auf einen einzelnen Zahn bis zu 100 Kilogramm betragen – mit verheerenden Auswirkungen auf das Kiefergelenk und die Schneidezähne." In den manchmal so entstehenden Lücken zwischen den sonst fest geschlossenen Zahnreihen sammeln sich Futterreste, was wiederum zu einer Zahnfleischentzündung führen kann. Schlimmstenfalls muss ein entzündeter Zahn aufwendig entfernt werden.

Eine gleichmäßige Druckverteilung auf alle Backen- und Schneidezahnreihen sei deshalb eine grundlegende Voraussetzung für gesunde Zähne, so Fiedler. "Ein Backenzahn eines Pferdes erreicht eine Gesamtlänge von bis zu 15 Zentimetern, wovon allerdings nur etwa ein halber Zentimeter sichtbar ist", erklärt der Fachmann. "Die Zahnreihen sollten deshalb regelmäßig ausbalanciert werden."

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 11/2019 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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