Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Zwergwyandotten gehören zu den 90 hier existierenden Zwerghuhnrassen. Foto: imago

Es ist an der Zeit, den Begriff "Rassegeflügel" allen Tierliebhabern und einer breiten Öffentlichkeit wieder näherzubringen. Wie bei Pferden, Rindern, Schafen und anderen Haustieren gibt es auch bei Puten, Perlhühnern, Gänsen, Enten, Ziergeflügel, großen Hühnern und Zwerghühnern eine große Rassevielfalt. Je nach Geschmack alle wunderschön anzuschauen und gleichzeitig leistungsstark. Unter konsequenter Berücksichtigung von Tier- und Artenschutz widmen sich bundesweit rund 300.000 Züchter im Bund Deutscher Rassegeflügelzüchter (BDRG) in Erhaltungszuchten ihrem Weiterbestehen auch in der Zukunft.

In einer neuen Porträtreihe auf denHaustierseiten des Bauernblattes soll in loser Reihenfolge eine Auswahl der hier existierenden 100 Hühner- und 90 Zwerghuhnrassen im Fokus stehen. Sie werden nicht nur in den bekannten Archen und Tierparks bewahrt und von den im BDRG organisierten Spezialzüchtern gehalten. Erfreulich ist die aktuell zunehmende Zahl von Liebhabern und Hobbyzuchten, speziell auch von Familien mit Kindern, die sich an ihrer Schönheit und Zutraulichkeit
erfreuen und sich regelmäßig ihr eigenes Bioei wünschen.

Auf diese Weise werden die Chancen für die Bewahrung von Rassevielfalt und somit von Genreserven auf breiterer Basis abgesichert. Eine existenzielle Aufgabe ohne Alternative für unsere Gesellschaft heute, da das heute weitverbreitete Wirtschaftsgeflügel mit dem alleinigen Zuchtziel hoher Ei- und Fleischleistung in seinem Erbgut viel zu einseitig geworden ist. Es ist damit auch in seinem Immunsystem im Gegensatz zum Rassegeflügel stark geschwächt. Das wurde gerade in den vergangenen Jahren durch die einzig beim Wirtschaftsgeflügel auftretenden Vogelgrippeausbrüche deutlich. Zahlreiche Tötungen mussten vorgenommen werden, während das Rassegeflügel mit seinem intakten Immunsystem völlig verschont und so am Leben blieb, nicht zuletzt aufgrund der Freilandhaltung in naturnahen (Garten-)Biotopen.

Diese Serie soll unter unabdingbaren tier- und artenschutzmäßigen Aspekten für die unkomplizierte
Haltung von Rassegeflügel, für Nutzen und Leistung und nicht zuletzt auch für die familienfreundliche Nähe zu den verschiedenen Hühner- und Zwerghuhnrassen sprechen. Allen Interessenten in Schleswig-Holstein seien zum Kennenlernen ihrer Rasse und zur Kontaktaufnahme mit Züchtern in unserem Bundesland die jährlich stattfindende Landesverbandsausstellung sowie die zehn landesweiten Kreisverbandsschauen mit ihrer großen Rassevielfalt besonders ans Herz gelegt.

Den Start der Serie machen die Wyandotten und Zwerg-Wyandotten. Die großen und die verzwergten Wyandotten-Rassen sind in Deutschland sehr beliebt und weitverbreitet. Sie wurden bereits im 19. Jahrhundert in Amerika herausgezüchtet und kamen 1883 auch nach Deutschland. Ihren Namen erhielten sie vom alten Indianerstamm der Wyandottes.

Wyandotten sind in ihrem Aussehen vielfältig attraktiv und dazu auch für die eigene Fleisch- und Eiversorgung sehr zu empfehlen. Es gibt sie in rund 20 verschiedenen Farben. Wyandotten haben in beiden Größen einen entsprechend kräftigen, harmonisch gerundeten Körperbau. Sie sind sowohl für kleine Gehege als Nichtflieger (1 m Drahthöhe reicht für den Auslauf) als auch in unbegrenzten Ausläufen als bewegliche Futtersucher geeignet. Das Gewicht des Hahnes liegt bei den großen Wyandotten bei 3,4 bis 3,8 kg, bei der Henne bei 2,5 bis 3 kg. Die Legeleistung pro Jahr: 150 bis 180 Eier, Eigewicht 53 bis 55 g, die Schalenfarbe ist Weiß bis Braun.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 48/2018 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.