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Pferdeanhänger sind mit hellen Innenwänden und stabilen Boxenstangen ausgestattet und bieten meist Platz für ein bis zwei Tiere. Foto: Thiel Pferdeanhänger

Werden mehrere Pferde gemeinsam transportiert, kommt nur ein Lkw infrage. Bei dieser Variante fahren die Tiere in Längsrichtung. Foto: Böckmann

Ob zum Turnier, in einen neuen Stall oder in die Klinik - manche Strecken legen Pferde nicht auf den eigenen Hufen zurück, sondern auf Rädern. Damit die Vierbeiner einen möglichst stressarmen und sicheren Transport erleben, sind moderne Pferdeanhänger und Lkw für alle Eventualitäten eingerichtet.

Ohne Zweifel bedeutet ein Pferdetransport Stress für das Tier. Es wurde nachgewiesen, dass sich während der Reise auch bei erfahrenen Pferden die Herzfrequenz und der Kotabsatz erhöhen. Beides ist als Anzeichen dafür anzusehen, dass eine erhöhte Menge des Stresshormons Kortisol gebildet wird. Da sich die Vierbeiner im schwankenden Anhänger, Transporter oder Lkw permanent ausbalancieren müssen, werden ihre Muskeln auf besondere Weise gefordert. Auch Schürfwunden durch Anschlagen an den Wänden sind möglich.

Um die Beanspruchung des Pferdes im Rahmen des Transports so weit wie möglich zu reduzieren, können Halter bestimmte Maßnahmen ergreifen. Dazu gehört, dass das Verladen und der Aufenthalt im jeweiligen Anhänger oder Fahrzeug im Vorfeld eingeübt werden. Wird zunächst auf kürzeren Strecken geprobt, lernt das Pferd, sich auszubalancieren. Eine rücksichtvolle Fahrweise trägt nicht nur entscheidend zur Sicherheit, sondern auch zu einem geringeren Stresslevel bei. Transportgamaschen können Schürfwunden und anderen Verletzungen vorbeugen, auch an diese muss das Pferd allerdings vor der Fahrt gewöhnt werden. Soweit möglich, sollte der Zeitpunkt des Transports so gewählt sein, dass Staus und Hitze vermieden ­werden.

Auf längeren Fahrten müssen regelmäßige Pausen eingehalten werden, bei denen die Tiere getränkt und gegebenenfalls ausgeladen werden, um sich bewegen zu können. Laut Tierschutztransportverordnung dürfen Pferde nicht länger als 24 Stunden transportiert werden, wobei alle acht Stunden eine Pause zum Füttern und Tränken eingelegt werden muss. Dauert die Reise länger, müssen die Tiere entladen, gefüttert und getränkt werden und dürfen frühestens nach weiteren 24 Stunden weiterfahren. Diese Angaben sind allerdings als Mindestmaß anzusehen, nach Möglichkeit sollten in kürzeren Abständen Ruhepausen eingelegt werden. Es ist individuell abzuwägen, ob mehr Unterbrechungen den Stress für das jeweilige Pferd reduzieren oder die dadurch verlängerte Transportdauer eher eine erhöhte Belastung bedeutet. Ob Bewegungspausen mit Verlassen des Fahrzeugs sinnvoll sind, hängt zum einen von der Dauer des Transports ab, zum anderen aber auch davon, wie gut das Tier an das Auf- und Abladen gewöhnt ist.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 37/2019 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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