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Der Johannesritt führt in Form einer Lilie durch eine der sehenswertesten Regionen Österreichs: die Mühlviertler Alm. Foto: Nadine Sorgenfrei

Der Johannesweg ist ein spiritueller Pilgerweg in Österreich, ähnlich dem bekannteren Jakobsweg. Er wurde 2012 für Wanderer initiiert, die Ruhe suchen und Kraft tanken wollen. An zwölf Stationen werden den Pilgern Leitgedanken mit auf den Weg gegeben. Seit diesem Jahr steht der Weg auch Reitern offen. Nadine Sorgenfrei aus Schleswig-Holstein gehörte zu der allerersten Reitgruppe, die den Johannesritt durchführte.

Um den Johannesweg zu genießen, muss niemand besonders religiös oder spirituell sein. Allein der Weg durch die wunderbare Natur lässt einen zu tiefer Ruhe, Glück und Dankbarkeit finden.
Die Geisteshaltung, die dem Konzept des Johanneswegs zugrunde liegt, ist übrigens keine verschrobene Lehre, sondern basiert auf modernsten medizinischen Erkenntnissen. Sie soll den Wandernden neue innere Kraft für ein gesundes und zufriedenes Leben bis ins hohe Alter geben.
Die Leitgedanken, die an zwölf Stationen entlang der Strecke mit auf den Weg gegeben werden, sind beispielsweise: "Egal, wie alt du bist, jammere nicht und sei zufrieden mit deinem Los", "Pflege deinen Körper, aber identifiziere dich nicht mit ihm, sondern halte ihn in Balance mit deinem Inneren" oder "Der Ernst des Lebens braucht Freude als Treibstoff der Lebendigkeit".

Der Initiator Dr. Johannes Neuhofer, ein Linzer Dermatologe, will den Wanderern an den Stationen Mut machen, um nach vorne zu schauen und sich wieder auf sich selbst zu besinnen. Die Leitsätze sind weder Gebote noch Dogmen, weder Glaubenssätze noch Vorschriften, weder Befehle noch Aufträge. Sie sind eine Einladung, sich der Pflichten aller zu besinnen, um die Rechte des Einzelnen zu stärken. "Ich freue mich über alle, die sich auf den Weg machen und wünsche jedem, dass er ankommt am Ziel seines Johanneswegs", so Neuhofer.

Die Strecke führt in Form einer Lilie (dem Symbol des Lichts) durch eine der sehenswertesten Regionen Österreichs, die Mühlviertler Alm. Sie zeigt sich ihren Gästen als entspannter Raum in ursprünglicher Natur. Die Wiesen strotzen mit einer Vielfalt von Gräsern, Blumen und Kräutern. Rinder grasen gemeinsam mit ihren Kälbern auf hügeligen Weiden. Hier ist die Dichte an Biobauernhöfen am höchsten in ganz Österreich. Die überaus gastfreundlichen Bewohner sind gerne für einen Klönschnack zu haben. In den Jausenstationen und Gasthäusern wird man bestens mit typisch österreichischer Küche versorgt.

Der offizielle Johannesritt führt 110 km durch das perfekt ausgerichtete Reitwegenetz des Pferdereichs Mühlviertler Alm. In fünf Tagen reitet man die zwölf inspirierenden Stationen ab. Stundenlang auf dem Pferderücken verweilen, die frische Luft und Natur genießen – hier kann man völlig runterschalten, zur Ruhe kommen und Kraft tanken. Die gastfreundlichen Herbergen sind bestens ausgestattet, um Pferde und Reiter während einer Mittagsrast oder über Nacht zu versorgen. Der Ritt kann sowohl in Eigenregie wie auch als Pauschale bei einem der teilnehmenden Reitbetriebe gebucht werden.

Wer den Johannesweg zu Fuß erfahren möchte, wandert eine Strecke von 84 km in drei oder vier Tagesetappen durch die Gemeinden Pierbach, Schönau im Mühlkreis, St. Leonhard bei Freistadt, Weitersfelden, Kaltenberg, Unterweißenbach und Königswiesen. Die Landschaft der Mühlviertler Alm ist sehr hügelig, daher empfehlen Wanderexperten, pro Stunde eine Wegstrecke von etwa 4 km einzuplanen.

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