Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Mit Kopflampe, Stiefellampe und Leuchtgamaschen sind Pferd und Reiter in der dunklen Jahreszeit gut ausgestattet. Foto: Nicole Weinhardt

Die dunkle Jahreszeit ist bei den meisten Reitern nicht besonders beliebt. Selbst wenn es beim Aufbruch noch taghell ist, passiert es schnell, dass ein Ausritt in der Dunkelheit endet. Dann heißt es vorbereitet sein, da Reiter im Straßenverkehr für eine ausreichende Beleuchtung sorgen müssen. Dies gilt natürlich ebenso, wenn das Pferd geführt wird.

Pferde sehen in der Dämmerung und in völliger Dunkelheit sehr viel besser als Menschen. Sie können im Dunkeln auch schwache Lichtreize wahrnehmen und sehr gut Kontraste erkennen. Allerdings brauchen ihre Augen im Vergleich zu denen der Menschen länger, um sich an veränderte Lichtverhältnisse wie plötzliche Dunkelheit oder starke Helligkeit zu gewöhnen.

Durch den Pupillenlichtreflex, also das Eng- oder Weitstellen der Pupille je nach Lichteinfall, nimmt das Auge schnell eine erste Anpassung an die veränderten Verhältnisse vor. Bis es sich aber vollständig an die Dunkelheit gewöhnt hat und die maximale Sehkraft zur Verfügung steht, vergehen beim Pferd ungefähr 30 min. Dies kann ein Grund dafür sein, dass Pferde stark blinzeln, wenn abends das Licht eingeschaltet wird, und es erklärt auch, warum das Betreten eines dunklen Anhängers dem Pferd manchmal unangenehm ist.

Während viele Pferde in völliger Dunkelheit ruhig und gelassen bleiben, verursacht die Dämmerung manchmal größere Probleme. Einige Pferde achten in dieser Situation auf jedes kleine Geräusch und starren häufig in die Dunkelheit. Dies erklärt sich aus den Instinkten der Tiere: Da Raubtiere vor allem in der Dämmerung jagen, ist das Fluchttier Pferd während dieser Zeit besonders auf der Hut. Eine Sonderstellung nehmen reinerbige Tigerschecken ein, denn bei ihnen ist die Nachtblindheit besonders weit verbreitet. Diese Tiere verhalten sich unter Umständen sowohl in der Dämmerung als auch in völliger Dunkelheit unsicher und nervös.

In der Straßenverkehrsordnung (StVO) § 28 Absatz 1 heißt es: "Haus- und Stalltiere, die den Verkehr gefährden können, sind von der Straße fernzuhalten. Sie sind dort nur zugelassen, wenn sie von geeigneten Personen begleitet sind, die ausreichend auf sie einwirken können." Um diese Einwirkung sicherzustellen, sollten in der Dunkelheit nur Reiter mit Pferden unterwegs sein, welche über eine abgeschlossene Grundausbildung verfügen und sich im Hellen bereits ohne Probleme im Gelände bewegen.

Das Pferd sollte während der Ausbildung gelernt haben, dem Reiter zu vertrauen, und auch in ungewohnten Situationen keinen starken Fluchtreflex zeigen. Darüber hinaus sieht die StVO laut § 28 Absatz 2 für Reiter dieselben Vorschriften vor wie für Fahrzeuge: "Wer reitet, Pferde oder Vieh führt oder Vieh treibt, unterliegt sinngemäß den für den gesamten Fahrverkehr einheitlich bestehenden Verkehrsregeln und Anordnungen." Der Reiter darf also genau wie ein Autofahrer keine Fuß- oder Radwege benutzen. Er muss grundsätzlich auf der rechten Fahrbahnseite reiten und die Vorfahrtsregelungen beachten.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 51/2018 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.