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Die erst sechsjährige Londons Lightning wurde vorgestellt von Josephine Wetzel und ließ sich auch von voll besetzten Rängen nicht irritieren. Foto: Gyda Sophie Hartmann

Klaus Balkenhol zählt zweifelsohne zu den großen Persönlichkeiten des Deutschen Dressursports, sowohl als Reiter als auch als Trainer. Nun war er erstmals auf der Anlage des Reitstalls Klövensteen in Schenefeld zu Besuch. Bei einer Livedemo erklärte er am Beispiel von vier Pferden unterschiedlichen Ausbildungsstandes die Bedeutung der Seitengänge in der Dressurausbildung nach klassischen Grundsätzen.

Klaus Balkenhol begann seine reiterliche Karriere als Polizeireiter. Mit der Polizeireiterstaffel Düsseldorf ging er auf seinem damaligen Dienstpferd Rabauke nicht nur auf Streife, sondern bestritt auch internationale Dressurprüfungen. In seiner reiterlichen Karriere wurde Balkenhol fünfmal Deutscher Meister.

Mit seinem zweiten Dienstpferd Goldstern gewann er 1992 bei den Olympischen Spielen in Barcelona Mannschaftsgold und in der Einzelwertung Bronze. Zwei Jahre später, bei den Weltreiterspielen in Den Haag, siegte das Paar wieder mit der Mannschaft. Nach Olympia 1996 in Atlanta, wo er erneut Teamgold bekam, wurde Balkenhol zum Bundestrainer der deutschen Dressurmannschaft ernannt.

Unter seiner Regie gewann die Equipe zweimal Mannschaftsgold bei Europameisterschaften und je einmal bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Dazu kamen in der Einzelwertung je eine olympische Silber- und Bronzemedaille, eine Gold- und Bronzemedaille bei der Weltmeisterschaft sowie Gold, Silber und Bronze bei Europameisterschaften.

Anschließend übernahm Balkenhol das Training der US-amerikanischen Dressurequipe, wiederum mit großem Erfolg. Vor vier Jahren wurde ihm an seinem 75. Geburtstag der Titel "Reitmeister" verliehen. Die Persönlichen Mitglieder (PM) der Deutschen Reiterlichen Vereinigung (FN) konnten diese herausragende Persönlichkeit des Dressursports nun bei einem Seminar im Reitstall Klövensteen des Elbdörfer und Schenefelder Reitervereins hautnah erleben.

Vier Reiterinnen kamen in den Genuss einer Reitstunde mit dem Olympioniken. Balkenhol kannte zuvor keine der Reiterinnen, die alle auf der Anlage des Gastgebers trainieren. "Oft bringen die Referenten ihre eigenen Schüler mit. Doch wenn der Trainer die Reiter nicht kennt, nehmen die Zuschauer am meisten für sich mit", weiß Claudia Gehlich aus der FN-Abteilung Ausbildung und Wissenschaft. Dass Balkenhol während der Demonstration die alten Vorbilder zitierte, gefiel ganz besonders Dressurausbilder Markus Water­hues, der mit seinen drei Azubis aus Mohrkirch, Kreis Schleswig-­Flensburg, angereist war: "Für die jungen Leute sind Namen wie Otto Lörke, Willi Schultheis oder Herbert Rehbein leider kein Begriff mehr. Doch gerade sie haben der deutschen Reiterei ihren Stempel aufgedrückt."

Der PM-Delegierte für Schleswig-Holstein, Dieter Stut, und Organisator Wolfgang Schierloh freuten sich über das große Interesse an den Seitengängen, die für die Ausbildung und das Training eines Pferdes eine wichtige Rolle spielen, nicht nur in der Dressur, sondern auch im Springen und anderen Disziplinen wie Fahrsport und Westernreiten. Sie verbessern die Balance, Durchlässigkeit, Losgelassenheit und Geschmeidigkeit des Pferdes. "Ist ein Pferd nicht in der Balance, wird es sowohl im Schritt als auch im Trab immer ungleich gehen", erklärte Balkenhol.

Gerade das junge Pferd hat mit seinem eigenen Gleichgewicht und der Geraderichtung noch Probleme. Nur wenn die Vorhand auf die Hinterhand eingestellt ist, kann das Pferd den Schub der Hinterhand nach vorne durchlassen. Balkenhol appellierte an die anwesenden Richter, dies bei ihrer Beurteilung zu beachten.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 46/2018 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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