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Damit Sport- und Freizeitpferde gesund und leistungsfähig bleiben, sollte das tägliche Nahrungsangebot mit einem Ergänzungsfutter vervollständigt werden. Foto: pixabay

Der Verein Futtermitteltest (VFT) hat verschiedene Ergänzungsfutter für Sport- und Freizeitpferde sowie für Zuchtstuten und Fohlen untersucht und bewertet. Analysiert wurden insgesamt 15 Müsli- und 24 Pelletfutter verschiedener Hersteller.

Ergänzungsfutter werden immer nur in Verbindung mit dem vorhandenen Grund- beziehungsweise Grobfutter (zum Beispiel Heu, Heulage, Futterstroh) verfüttert. Sie dienen dazu, die tägliche Grundration der Pferde hinsichtlich der Eiweiß-, Energie-, Mineralstoff- und Vitaminversorgung leistungsgerecht zu vervollständigen. An Qualität und Zusammensetzung sind deshalb hohe Anforderungen zu stellen. Zudem machen gerade Müslifutter einen nicht unerheblichen Kostenfaktor in der Pferdehaltung aus.

Diese werden im Gegensatz zu Pellets nicht unter Druck und hohen Temperaturen, sondern nur grob zerkleinert in loser Struktur hergestellt. Diese Herstellungsform führt jedoch zu einer vergleichsweise geringeren Lagerfähigkeit und Haltbarkeit. Bezüglich der Nährstoffzusammensetzung bestehen jedoch grundsätzlich keine Unterschiede zwischen diesen Futterarten. Die Überprüfung durch den VFT erfolgt in mehreren Schritten. Zunächst werden die wertbestimmenden Inhaltsstoffe in zertifizierten Laboren analytisch ermittelt und den entsprechenden Angaben der Hersteller gegenübergestellt. Dabei wird hinsichtlich der Abweichungen von der Deklaration und dem Richtwert eine Beurteilung und Bewertung vorgenommen. Daneben werden die Fütterungshinweise der Hersteller nach Vollständigkeit und Korrektheit beurteilt.

Zu wenig Kupfer in einem der Müslifutter

Es wurden zwölf Müslifutter für Sport- und Freizeitpferde untersucht und bewertet. Am Test beteiligt waren bundesweit zehn verschiedene Herstellerwerke. Hier bestehen teils große Unterschiede in den Herstellerangaben zu den jeweiligen Rohnährstoff- und Mineralstoffgehalten. So schwanken die Angaben für den Gehalt an Rohasche zwischen 2,2 und 8,0 % (mittlerer Wert 6,1  %), für Rohprotein zwischen 9,5 und 12,2 % (10,6 %), für Rohfaser zwischen 3,9 und 28,0 % (9,5 %) und für Rohfett zwischen 2,5 und 9,0 % (4,5 %). Kalzium ist mit einer Spanne von 0,07 % bis 1,2 % (0,89 %) und Phosphor von 0,2 bis 0,6 % (0,4 %) angegeben.

Insgesamt wiesen fünf Futter Abweichungen von den deklarierten Werten auf, je zweimal wurde der deklarierte Rohfaser- beziehungsweise Rohfettgehalt unterschritten. Diese Abweichungen sind jedoch als gering einzustufen und deshalb aus ernährungsphysiologischer Sicht zu vernachlässigen. Ein Futter wies einen starken Untergehalt an Kupfer auf. In diesem Fall hatte der Hersteller 23 mg Kupfer pro Kilogramm Futter deklariert, analysiert wurden aber nur 12,7 mg Kupfer. Kupfer erfüllt vielfältige Funktionen, unter anderem bei der Blutbildung, im Bindegewebsstoffwechsel und in der Immunabwehr. Einen hohen Kupferbedarf haben vor allem hochtragende und laktierende Stuten sowie Fohlen. Selbstverständlich muss auch die Kupferversorgung von ausgewachsenen Reitpferden sichergestellt werden.

Um einen sachgerechten und gezielten Einsatz des Ergänzungsfutters zu gewährleisten, sollten die Hersteller dem Pferdehalter auch aussagekräftige, exakte Fütterungshinweise mit an die Hand geben. Entsprechende Angaben werden deshalb vom VFT überprüft. Lediglich zwei Futter waren ohne jegliche Beanstandung, bei allen anderen waren die Angaben nicht ausreichend. Der VFT ermittelt auch die Energiegehalte der Ergänzungsfutter. Diese sind wichtig im Zusammenhang mit der Wirtschaftlichkeit der betreffenden Futter und mit dem täglichen, den Leistungen anzupassenden Energieangebot. Die Berechnung erfolgt auf Basis einer eigens dafür entwickelten Energieschätzformel. 

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 3/2019 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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