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Die gegenseitige Fellpflege ist ein gutes Zeichen. Foto: Gisela Ehret

Die Gruppenhaltung ist ohne Frage die artgerechteste Form der Pferdehaltung. Doch die Tiere müssen miteinander harmonieren, sonst haben sie Stress, und es kommt zu Verletzungen. Eine Herde muss also mit Bedacht zusammengesetzt und beobachtet werden.

Um zu verstehen, warum manche Herden gut funktionieren und andere weniger, lohnt ein Blick in die Natur. Frei lebende Pferde schließen sich meist in Familienverbänden zusammen. Eine Herde besteht in der Regel aus einem Hengst, dessen Stuten und den dazugehörigen Fohlen. Dabei übernimmt die Leitstute die Führung der Herde, der Hengst hält sie zusammen und verteidigt sie nach außen. Ein solcher natürlicher Familienverband besteht aus mindestens zwei und höchstens 20 Tieren, meint Margit Zeitler-Feicht. Die Wissenschaftlerin erforscht an der Technischen Universität München seit langer Zeit die natürlichen Verhaltensweisen von Pferden und leitet daraus Konsequenzen für Tierschutz und Pferdehaltung ab.

Außer den Familienverbänden gibt es in der freien Natur auch noch Junggesellengruppen. Darin schließen sich die jungen Hengste zusammen, die ihre Familie nach zwei bis drei Jahren verlassen müssen und noch keine eigene Herde gründen können. Diese Junggesellengruppen sind laut Zeitler-Feicht oft kleiner, können aber auch bis zu 20 Mitglieder haben.

Die Zahl 20 scheint also eine Art magische Grenze zu sein, über die auch eine Herde in menschlicher Obhut nicht hinausgehen sollte. Dabei steigt die Zahl der Auseinandersetzungen zwischen den Pferden mit der Gruppengröße. Die Herde ist insgesamt schwieriger zu managen.

Rangniedrige Pferde können in größeren Gruppen stärker benachteiligt werden und bedürfen besonderer Beobachtung. Besser ist es oft, mehrere kleinere Gruppen zu bilden, wenn dies die Situation vor Ort erlaubt. So können auch gezielt die Pferde zusammengestellt werden, die sich gut verstehen. Für Gruppen bis zu zehn Pferden empfiehlt Zeitler-Feicht eine gerade Anzahl an Herdenmitgliedern. Denn Pferde bilden oft Zweierpaare, und so wird kein Pferd ausgeschlossen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 41/2018 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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