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Experten empfehlen, bei der Abruffütterung von Raufutter zusätzliche Strohraufen zur Verfügung zu stellen. Foto: Sven und Peggy Morell

Wildlebende Pferde sind ­täglich zwölf und mehr Stunden mit der Futtersuche beschäftigt. In menschlicher Obhut sieht das oft ganz anders aus: Viele Pferde erhalten zu wenig und zu selten Heu. Auf der anderen Seite führt übermäßiger Heukonsum oft zu Übergewicht. Sogenannte "Slow Feeder" können diese Probleme entschärfen.

Das Verdauungssystem von Pferden ist noch immer für das ursprüngliche Leben in der Steppe optimiert, also für die ständige Aufnahme kleiner Mengen von kargem, rohfaserreichem Futter. Das ideale Grundnahrungsmittel für "Stallpferde" ist daher Heu. Früher wurde als Mindestmenge 1 kg pro 100 kg Körpergewicht genannt, mittlerweile fordern viele Fütterungsexperten ein Minimum von 1,5 kg pro 100 kg Körpergewicht. Für ein durchschnittliches Warmblutpferd sind das 9 kg pro Tag. Dies wird nicht zu Unrecht empfohlen, denn zu wenig Raufutter verursacht Magengeschwüre, Koliken, Verhaltensstörungen sowie ungenügenden Zahnabrieb. Leider wird diese empfohlene Menge aber viel zu schnell vertilgt: Geht man davon aus, dass Pferde für 1 kg Heu rund 40 min benötigen, ist das Warmblut nur etwa sechs Stunden mit Kauen beschäftigt – Experten fordern aber mindestens zwölf Stunden pro Tag, um das natürliche Kaubedürfnis ausreichend zu befriedigen.

Doch die Ration einfach zu verdoppeln ist auch keine Lösung, viele Pferde würden dann schlichtweg zu dick. Schließlich enthält 1 kg Heu etwa 6 MJ (Megajoule) umsetzbare Energie, bei einer Tagesration von 18 kg würde ein Warmblut demnach allein durch Heu 108 MJ zu sich nehmen. Es benötigt aber lediglich etwa 60 MJ im Erhaltungsbedarf. Mögliche Folgen des resultierenden Übergewichts: Gelenke, Sehnen, Organe und Stoffwechsel werden unnötig belastet, im schlimmsten Fall drohen Krankheiten wie das Equine Metabolische Syndrom (EMS) oder Hufrehe.

Weiteres Problem bei der Pferdefütterung: Je schneller das Heu verschlungen wird, desto länger sind die Pausen zwischen den Fütterungen. Mehr als vier Stunden sollten es nicht sein, denn eine längere Futterabstinenz steht im Verdacht, Magengeschwüre zu begünstigen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 9/2019 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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