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Bei einer der vier Herpesarten kann es zu Lähmungserscheinungen und Koordinationsstörungen. Foto: Dr. Henning Achilles

Dr. Henning Achilles, der in Bad Segeberg eine tierärztliche Praxis für Pferde betreibt, sprach bei der diesjährigen Tierschutztagung im Holstenhallenrestaurant in Neumünster über den Umgang mit Infektionskrankheiten, unter besonderer Berücksichtigung des Equinen Herpesvirus (EHV). Ihm ging es vor allem darum, aufzuzeigen, wie betroffene Stallbesitzer mit Infektionen umgehen sollten.

In seiner langjährigen Praxis als Tierarzt hat Dr. Henning Achilles schon viele Pferde mit Infekten betreut. Wichtig sei, dass auch der Pferdehalter und der Stallbetreiber ausreichendes Wissen um Infekte hätten, denn nicht jeder Schnupfen sei so harmlos, wie er am Anfang aussehe. Daher erklärte der Fachmann eingangs: "Eine Infektionskrankheit ist eine durch Erreger hervorgerufene Erkrankung bei Mensch und Tier. Erreger sind Bakterien, Viren oder Pilze, die direkt oder indirekt übertragen werden. Ein Infekt kann Einzeltiere, Gruppen oder eine ganze Herde betreffen und milde oder seuchenartig verlaufen." Vor allem bei Letzterem bedarf es eines guten Stallmanagements, aber dazu später mehr.

Ein Erreger greift nur, wenn die Immunitätslage niedrig ist und/oder der Infektionsdruck zu hoch. Eine mäßige Konstitution, ein nicht vorhandener oder mangelhafter Impfschutz des Einzeltiers oder der Herde, schlechte Stall­hygiene oder ein hoher Parasitendruck sind Faktoren, die zu einer niedrigen Immunitätslage führen. Als Beispiel nannte Achilles ein Fohlen, das viele Stunden des Tages im Stroh schläft: "Wurde hier nicht gut gemistet oder nur übergestreut, atmet das Fohlen den ganzen Tag Ammoniak ein. Seine Lunge wird angegriffen, und es ist empfänglicher für Infekte." Vor allem bei jungen Pferden muss sich das Immunsystem erst entwickeln.

Daher sollte hier besonders auf die genannten Faktoren geachtet werden. Auch eine hohe Stallbelegung und die damit einhergehende hohe Tierkonzentration, eine hohe Fluktuation beispielsweise in Verkaufsställen sowie Turnier- oder Lehrgangsbesuche können die Wahrscheinlichkeit einer Infektion erhöhen. "Pferde werden heute innerhalb von 48 Stunden weltweit transportiert. Diese Sportpferde werden meist überwacht und haben einen guten Impfschutz, trotzdem kommen sie in andere Klimazonen und können Krankheiten einschleppen", erklärt der Fachtierarzt.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 7/2019 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

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