Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Eine unnatürliche Hemmung der Insulinaktivität führt zu ener Mobilisierung der Fettdepots, zum Besipiel am Hals. Fotos: Dr. Henning Achilles

Ein Symptom für Equines Cushing ist Kringelfell.

Equines Metabolisches Syndrom (EMS), Cushing und Hufrehe werden seit einigen Jahren immer häufiger bei Pferden diagnostiziert. Bei allen drei Krankheiten ist die Entgleisung des Stoffwechsels das zugrunde liegende Problem. Dr. Henning Achilles hat sich mit diesen drei Krankheitsbildern eingehend beschäftigt und im Rahmen des Segeberger Pferdeschnacks interessante Zusammenhänge präsentiert.

Was beim Menschen als Diabetes Typ I bezeichnet wird, ist beim Pferd nicht bekannt. Hierbei zerstören Immunzellen die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse. Dagegen lässt sich der Diabetes Typ II, der durch falsche Ernährung erworben wird, auch beim Pferd feststellen. Hier wird er EMS – Equines Metabolisches Syndrom genannt. Auslöser sind vor allem Fehlernährung, Übergewicht und Bewegungsmangel. Etwa 30 % der Pferde im Alter über 15 Jahre sind betroffen.

Insbesondere Pferde des schweren Konstitutionstyps, sogenannte Robustrassen, Ponys und Kaltblüter weisen eine erhöhte Anfälligkeit für eine Störung im Insulin- beziehungsweise Blutzuckerhaushalt auf. Hier können überhöhte Heu- und Weidegrasfütterung Auslöser sein. Auch stärkehaltiges Futter oder Energiefutter wie Hafer, Melassen, Mais, Gerste, Kleie, Karotten oder Leckerlis können auslösend wirken.

Zu Beginn der Krankheit ist zunächst noch ausreichend Insulin vorhanden. Als Reaktion auf das Überangebot an Glukose im Blut kommt es allerdings zu einer gesteigerten Insulinausschüttung. Dies führt zu einer Herabregulation der Insulinrezeptoren an den Zellen, die Resistenz nimmt weiter zu. Es entsteht die sogenannte Insulinresistenz (IR), die heute Insulindysregulation (ID) genannt wird.

Der Blutzucker, der als Energie von Organen wie Gehirn, Leber, Herz und Muskeln benötigt wird, kann also nicht mehr verwertet werden. Dieses Problem tritt dann auf, wenn das Insulin der Bauchspeicheldrüse, das an den Rezeptorzellen der Organe den Zugang zur Organversorgung reguliert, nur vermindert reagiert. Dadurch, dass auf diese Weise der im Blut zirkulierende Blutzucker nicht verwertet werden kann, reichert er sich weiter an, hat aber keinen Zugang zu den Organen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 19/2018 unter der Rubrik "Pferd & Reiter" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.