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Bei der Gerstenernte in Watheroo ließ sich dieser schöne Sonnenaufgang beobachten. Foto: privat

Laura Stolley aus Selk, Beisitzerin des KLV Schleswig-Flensburg und 2. Vorsitzende der LJG Haddeby, und Sophie Petersen-Kröger aus Gelting und in der LJG Grundhof sind seit Oktober in Australien und absolvieren dort diverse landwirtschaftliche Praktika – Kennenlernen von Land und Leuten inklusive. Hier der Bericht von Laura:

Im Sommer 2018 habe ich meine Ausbildung zur Landwirtin erfolgreich abgeschlossen, doch was mache ich in meinem Praxisjahr, um meinen beruflichen Horizont zu erweitern? Diese Frage stellte sich mir, und ich hatte schnell eine Antwort parat: Erfahrungen in Australien zu sammeln und nebenbei das Land zu bereisen, war schon seit Längerem ein Wunsch von mir! Gesagt, getan – Mitte Oktober 2018 startete ich gemeinsam mit Sophie in das Abenteuer Australien.

Zunächst arbeiteten wir für eine kurze Zeit gemeinsam auf einer Stroh- und Heu-Export-Farm von "Hay Australia", diese exportiert Stroh und Heu auf den Weltmarkt. Das Unternehmen hat in ganz Aus­tralien Standorte, wobei wir in Yerecoin in Westaustralien gearbeitet haben. Dort werden allein 60.000  t Stroh im Jahr gepresst und anschließend direkt auf Container verladen. Während unserer Zeit haben wir rund 20 Container für China befüllt.

Anschließend ging es für mich auf einen Ackerbaubetrieb in Watheroo etwa 250 km nördlich von Perth, der rund 3.000 ha bewirtschaftet – für australische Verhältnisse ziemlich klein. Mich beeindruckte die Flächenstruktur dennoch immer wieder aufs Neue. 400 ha in einer Fläche und kilometerlange Schläge waren für mich bis zu diesem Moment unvorstellbar gewesen!

Mein Chef Serge und seine Frau Alex nahmen mich sehr herzlich auf, und ich fühlte mich vom ersten Tag an sehr wohl. Hier wird ein sehr familiäres Miteinander gepflegt. Außer mir arbeitete noch Franny auf der Farm, er ist Australier und war bereits während der Aussaat hier. Er fuhr den Drescher, und meine Aufgabe war es, den John Deere mit Überladewagen zu steuern. Zur morgendlichen Routine gehörte das Fertigmachen der Maschine, unter anderem das Tanken, Abschmieren und Auspusten. Danach konnte mit dem Dreschen begonnen werden.

Die zu erntenden Kulturen waren Gerste, Raps, Lupine und Weizen, wobei die Erträge im Vergleich zur deutschen Ernte deutlich geringer ausfallen. Die Preise sind in etwa vergleichbar. Dennoch kann gewinnbringend gewirtschaftet werden, da die Bestellungskosten deutlich geringer sind. Generell hatten wir ziemlich gutes Erntewetter, hin und wieder einen Regenschauer, aber ansonsten durchschnittlich mindestens 34 °C, dies ließ absolut keine Weihnachtsstimmung aufkommen. Die Feiertage verbrachte ich zunächst bei 41 °C auf dem Trecker und anschließend mit vielen anderen Backpackern in Fremantle am Strand – total verrückt!

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 4/2019 unter der Rubrik "Landjugend" und im digitalen Bauernblatt.

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