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Fabian Roth beim Besuch der Cliffs of Moher in Irland. Foto: privat

Die Stimmung in Europa verändert sich. Immer mehr Menschen haben eine kritische Einstellung zur Europäischen Gemeinschaft. Das ist nicht zuletzt daran zu erkennen, dass die Briten seit ihrer Volksabstimmung im Sommer 2016 bisher erfolglos versuchen, die EU zu verlassen.

Dabei stimmten damals nur 51,89 % der Briten für den Brexit. Sie wünschen sich mehr Unabhängigkeit, weniger Vorgaben durch die EU, die sie in ihrem Leben einschränken, weniger Geflüchtete für Großbritannien. Die möglichen Auswirkungen, etwa Kontrollen an der französischen Grenze und dadurch möglicherweise Lieferengpässe, sind sie bereit in Kauf zu nehmen. Fragt man hingegen junge Briten zwischen 18 und 24 Jahren, wollen drei Viertel von ihnen in der EU bleiben. Sie wurden in der Abstimmung von der älteren Generation, den über 50-Jährigen, überstimmt.

In Italien musste man bis vor Kurzem Sorge haben, ob es das nächste Land wird, das versucht, die EU zu verlassen. Außerdem hat der bisherige das Anti-Seenotrettungsgesetz durchgesetzt, durch das sämtliche Häfen geschlossen wurden. Durch die Kündigung der Koalition mit der Partei "Fünf Sterne" versuchte Salvini, mittels Neuwahlen seiner Lega-Partei die alleinige Regierung zu verschaffen. Durch die Bildung einer neuen Koalition ist dieses Szenario vorerst abgewendet, die weitere Entwicklung aber offen.

Die Zunahme extremer oder radikaler Meinungen zeigt sich auch in den jüngsten Europaparlamentswahlen. 2014 stieg der Anteil an Sitzen der rechtspopulistischen und EU-kritischen Parteien im EU-Parlament und in der darauffolgenden Wahl 2019 erneut. Sie haben aktuell knapp ein Viertel (23,57 %) der Sitze inne. Seit 2015 sind die Verteilung der Geflüchteten und der Umgang mit ihnen ein Thema mit besonderer Relevanz geworden. Was sich zunächst noch anhand spezieller Verteilungsschlüssel lösen ließ, wurde immer mehr zur Herausforderung und damit zu einem Problem, über das die Meinungen weit auseinanderklaffen. Dies trug mit großer Wahrscheinlichkeit zur Zunahme radikaler Stimmen in der EU bei.

Den kompletten Beitrag findest Du in der Bauernblattausgabe 36/2019 unter der Rubrik "Landjugend" und im digitalen Bauernblatt.

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