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Die Landjugend bei Innenminister Hans-Joachim Grote (3 v. li.) ansonsten v. li.: Florian Kruse, Hanna Kühl, Tim Blöcker, Johanna Ladiges, hinten Geschäftsführer Lars Kuhlmann, Sören Kühl. Foto: ljv

Mit der Bildung der schleswig-holsteinischen Jamaikakoalition bekam das Innenressort die ländlichen Räume als Aufgabe zugedacht. Jetzt hatte der Landesvorstand der Landjugend die Gelegenheit, mit Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) über die Herausforderungen zum Erhalt von lebenswerten Strukturen auf dem Land zu diskutieren.

Der Landjugendvorsitzende Tim Blöcker kritisierte die teilweise hohen Hürden für die bauliche Entwicklung von Kommunen, gerade für junge Menschen. Grote verwies dabei auf den kommenden Landesentwicklungsplan, der Gemeinden wieder mehr gestalterischen Spielraum ermöglichen soll, insbesondere durch eine sogenannte Experimentierklausel.

In seinen Ausführungen verwies der Innenminister, der zuvor 19 Jahre Bürgermeister in der 77.000-Einwohner-Stadt Norderstedt war, auf zahlreiche Chancen durch Digitalisierung für ländliche Gebiete. Seiner Ansicht nach ist es bei entsprechender digitaler Ausstattung irgendwann egal, ob man in einer Innenstadt oder eher ländlich lebt. Tim Blöcker verwies darauf, dass auch für eine moderne Landwirtschaft mit effizienter Technik im Pflanzenbau eine leistungsfähige Netzabdeckung unabdingbar sei.

Grote forderte die Landjugend auf, von sich aus Ideen zu entwickeln, auch wenn diese von der älteren Generation als unrealistisch abgetan würden. "Auf die Ideen kommen wir schon selbst", bekräftigte Florian Kruse aus dem Landesvorstand.

Offene Türen rannte Landesvorsitzende Hanna Kühl bei Grote mit ihrem Vorstoß ein, dass es für landwirtschaftliche Betriebe möglich sein müsse, auch ein zweites Altenteilerhaus auf dem Hof zu errichten. Das Zusammenleben der Generationen auf den Betrieben habe sich in den vergangenen Jahren schließlich gewandelt, provisorische Lösungen würden niemandem wirklich gerecht. Grote stimmte dem zu, verwies aber auf den Bundesgesetzgeber, in dessen Zuständigkeit die Baugesetzgebung liege.

Am Ende des Gesprächs lud der Innenminister die Landjugend ein: "Wir brauchen plietsche Dörfer und plietsche Ideen von Ihnen, wir wollen Sie gerne dabei unterstützen."

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