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Ingrid Muus mit der Rollinia-Frucht, die nach Zitronencreme schmeckt und riecht. Foto: privat

Zum Jahresabschluss beim Agrarausschuss der Landjugend wurde es noch einmal so richtig gemütlich: Passend zum Vortragsthema gab es Hawaii-Pizza und Kerzenlicht. Denn Ingrid Muus aus Ostholstein hatte sich ein besonderes Ziel zur Erweiterung ihres landwirtschaftlichen Horizontes gesucht.

Ingrid Muus war nach Hawaii, dem 50. Bundesstaat der USA seit 1950, geflogen und hat dort auf Farmen mit exotischen Früchten gearbeitet. Der vulkanisch noch sehr aktive Archipel im Pazifischen Ozean besteht aus vielen einzelnen Inseln. Seit der Entdeckung durch James Cook 1778 sind vielerlei verschiedene Pflanzen und Tierarten dorthin gebracht worden.

Zunächst arbeitete Ingrid auf einer Ingwerfarm. Unkrautjäten war ihr dann aber doch zu eintönig. Auf einem Markt traf sie auf Josanna, die Betreiberin eines kleinen Biohofes. Kurzerhand konnte sie dort als Hilfskraft anfangen.

Auf dem 10 ha großen Hof werden die Früchte von 70 verschiedenen Pflanzen und Bäumen geerntet. Etwa eine Stunde vom aktiven Vulkan Kilauea liegt das tropische Areal im Osten der Insel. Auch wenn Vulkan­asche mineralstoffreich und fruchtbar ist, so ist die nutzbare Schicht doch eher dünn. Um den Mangel aufzubessern, verwende der Betrieb Kompost, berichtete Ingrid. Früchte wie Kokosnüsse, verschiedenen Zitrusfrüchte und Brasilianische Kirschen standen ebenso auf dem Anbauplan wie Kakao, Avocado und Ana­nas. Die großen Früchte des Brotfruchtbaums nutzt und verarbeitet man ähnlich wie Kartoffeln. Alle Erzeugnisse werden über den hof­eigenen Marktstand an regionale Verbraucher verkauft.

Das Leben auf der Farm ist dabei spartanisch und einfach gehalten. Offene Unterstände und Hütten dienen als Schlafraum, Bad oder Küche. Nachts kann einem dabei schon mal die eine oder andere Ratte begegnen. Elektrisches Licht gibt es nicht. Mit einem kleinen Solarpanel konnte Ingrid ab und zu ihr Handy aufladen. Der jungen Frau aus Stockelsdorf-Horsdorf fehlten während ihres vierwöchigen Aufenthalts auf der Farm die technischen Errungenschaften der Zivilisation jedoch nicht.

Weitere zwei Wochen tourte Ingrid mit dem Rucksack über die Insel. Der östliche Teil von "Big Island" ist nicht so stark bewachsen und erinnert eher an die Landschaft von Irland oder Neuseeland.

Gespannt lauschten die Teilnehmer dem Bericht, der sie auch in hohe Höhen der Vulkane führte, um von dort aus – per Bildvortrag – den Sonnenaufgang zu genießen.

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