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Fototermin für Absolventinnen, Referenten und Anbieter der Baff-Qualifizierung. Foto: Kathrin Iselt-Segert

Landpachtrecht, Wiking, VVVO, HIT oder Sammelantrag – den 41 Frauen, die sich am vergangenen Donnerstag in Kiel in den Räumen der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) zur "Zeugnisausgabe" trafen, macht so schnell niemand etwas vor. Sie nutzen das zurückliegende Winterhalbjahr, um sich in über 20 Kursen zur Büroagrarfachfrau (Baff) zu qualifizieren. 800 Absolventinnen bildeten sich in den zurückliegenden 16 Jahren durch die von LandFrauenverband Schleswig-Holstein und Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein gemeinsam angebotene Qualifizierung weiter.

Gewürdigt wurden die frischgebackenen Absolventinnen sowie 14 Teilnehmerinnen des Aufbaukurses von zwei ehemaligen Baff-Teilnehmerinnen: LandFrauenpräsidentin Ulrike Röhr und Kammerpräsidentin Ute Volquardsen. Diese Konstellation griff Volquardsen in ihrer Rede launig auf: Die Weiterbildung sei zwar kein Garant dafür, Präsidentin zu werden, aber ganz sicher einer der Bausteine, die die Persönlichkeit bildeten. Es sei ein gemeinsames Ziel von Landwirtschaftskammer und LandFrauenverband, durch die Weiterbildung die Stellung der Frau in der Landwirtschaft zu stärken. Volquardsen betonte, dass die Frauen dafür im Winterhalbjahr intensiv in ihr Wissen investiert hätten.

Die Kammerpräsidentin dankte besonders den Referenten, denn der Wissensstand über die Landwirtschaft sei aufgrund der heute sehr unterschiedlichen Biografien der Teilnehmerinnen breit gestreut. Es gebe Landwirtinnen, die selbst aus der Landwirtschaft kämen, aber auch immer mehr Frauen, die auf einen Hof einheirateten, ohne einen Bezug zur Landwirtschaft zu haben. Es gelte, die Ausbildung für die "alten Hasen" genauso wertvoll zu machen wie für jene, denen Vokabeln wie Düngeverordnung, Stoffstrombilanz oder Trockensteher fremd seien.

"In über 100 Unterrichtstunden wurde Ihnen vermittelt, was Sie benötigen, um auf Ihren Betrieben mitzuwirken und mitzuentscheiden. Dieses Wissen ist in vielen Situationen Gold wert", gab LandFrauenpräsidentin Ulrike Röhr den Büroagrarfachfrauen mit auf den Weg. Sie ging zudem auf einen weiteren Aspekt der Weiterbildung ein. Diese sei auch eine gute Möglichkeit, durch die Begegnung und den Austausch auch außerhalb der Seminare ein Netzwerk aufzubauen. Sie wünschte den Absolventinnen, dass, sie dieses kleine Netzwerk auch künftig erhalten und in Zukunft auch Teil des großen LandFrauennetzwerkes würden. Und beide Präsidentinnen ermunterten die Frauen auch weiterhin Bildungsmöglichkeiten sowohl des Verbandes als auch der Kammer zu nutzen.

Das haben die 14 Teilnehmerinnen des Aufbaukurses bereits getan. Auch sie erhielten in den Räumen der SVLFG in Kiel ihr Zertifikat. Und ein Netzwerk gibt es natürlich. Die meisten Absolventinnen haben in ihrem Smartphone eine WhatsApp-Gruppe. Der Name: "Baff".

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