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Ulrike Röhr. Foto: Kathrin Iselt-Segert

Im großen Wahljahr 2017 wird auch bei den LandFrauen gewählt: turnusgemäß eine neue Präsidentin und ein Präsidiumsmitglied des Landesverbandes Schleswig-Holstein. Präsidentin Marga Trede nimmt nach acht Jahren im Amt Abschied und die jetzige Vizepräsidentin Ulrike Röhr kandidiert – das Bauernblatt fragte sie zu ihren Beweggründen und Zielen.

Warum kandidieren Sie als Präsidentin?
Ulrike Röhr: "Wenn nicht jetzt, wann dann", so begann meine Vorstellungsrede, als ich vor acht Jahren ins Präsidium gewählt wurde. Das hat auch jetzt Gültigkeit. Sechs Jahre im Präsidium und zwei Jahre als Vizepräsidentin waren prägend. Mein gutes Netzwerk, messbare Ergebnisse der Verbandsarbeit, wie das Angebot an ortsnahen, praxis- und lebensnahen Bildungskonzepten, eine offene Kommunikation mit vielen Menschen und große Freude an der LandFrauenarbeit machen mir die Entscheidung zu kandidieren leicht. Jetzt könnte ich die Erfahrung aus acht Jahren Präsidiumsarbeit gewinnbringend für den Verband einsetzen.

Wer war bei der Entscheidung, sich zur Wahl zu stellen, Ihr wichtigster Berater?
Ich durchdenke Vorhaben genau und bespreche diese auch gerne mit Menschen, von denen ich annehme, dass ihre Meinung hilfreich ist. Bereits als Vizepräsidentin waren die vielfältigen Aufgaben umfangreich. Das Amt der Präsidentin ist noch umfassender, sodass die Entscheidung wohldurchdacht sein muss. Zunächst einmal ist mein Mann Ansprechpartner, dann aber auch meine Familie, Vorstandskolleginnen und Menschen aus meinem Umfeld wie LandFrauenfreundinnen.

Welche Vorhaben hätten Sie für das neue Ehrenamt?
Eine Herausforderung für die Verbandsarbeit ist unsere sich ständig und immer schneller wandelnde Gesellschaft. Ich wünsche mir einen zukunftsfähigen Verband, der Sprachrohr ist für die Frauen im ländlichen Raum und damit für alle Bewohner dort. Dafür ist die Unterstützung der ehrenamtlichen Führungsarbeit in den Orts- und Kreisverbänden notwendig. Und eine gesicherte finanzielle Stabilität, um als größter Frauenverband im Land mit unserem starken Netzwerk unsere gesellschaftliche Kraft weiter zu nutzen für positive Veränderungen in der Gesellschaft, im ländlichen Raum, für Frauen.

Um unsere Vorhaben zu erreichen, ist ein starkes Ehrenamt notwendig. Die Anerkennung der ehrenamtlichen Tätigkeit ist mir wichtig, zum Beispiel durch Rentenpunkte oder Fort- und Weiterbildung. Das Wissen um LandFrauen ist bei "Nichtkundigen" immer noch diffus. Hier weiter erfolgreich zu zeigen, was LandFrauenarbeit ausmacht, ist für mich wichtig, damit es künftig heißt: "Ich muss zu den LandFrauen, weil . . ." Zudem ändert sich in unserer schnelllebigen Gesellschaft das Verhalten der Verbraucher gerade im Ernährungsbereich rasant. Ein weiteres Anliegen ist mir der Erzeuger-Verbraucher-Dialog, um damit Wissen zu vermitteln, wie Lebensmittel erzeugt werden und welchen Wert diese haben.

Welche Eigenschaft zeichnet Sie besonders aus?
Gerechtigkeitssinn, Empathie, das Respektieren anderer Meinungen, Organisationstalent, Strukturiertheit – diese Eigenschaften kann ich in der ehrenamtlichen Arbeit gut einsetzen.

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