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Lars Wichmann (li.) von der AG Junge Landwirte moderierte die Gemeinschaftsveranstaltung. Dr. Holger Klink hielt den faktenreichen Vortrag. Foto: Heimke Witting-Schorr

Bei einem "Faktencheck Pflanzenschutz" kamen in Bad Oldesloe beeindruckende Zahlen auf den Tisch oder besser an die Leinwand. Dr. Holger Klink, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Christian-Albrecht-Universität zu Kiel, zeigte in seinem Vortrag globale Zusammenhänge. Eingeladen hatten zu dieser Gemeinschaftsveranstaltung der KreisLandFrauenverband Stormarn, die Jungen LandFrauen, die Jungen Landwirte und die Verbrauchergemeinschaft Stormarn.

Zunächst ordnete Klink das Verhältnis zwischen Erdoberfläche und dem für den Ackerbau geeigneten Landes ein. Von 50,9 Milliarden ha Erdoberfläche entfielen 13 Milliarden ha auf Land (Berge, Täler, Wald und Steppe). Davon wiederum seien nur 1,5 Milliarden ha als Ackerland geeignet. Diese Fläche verteile, die sich vor allem auf Lateinamerika, Nordamerika, Europa und Asien.

Jeden Tag wachse die Weltbevölkerung von derzeit 7,5 Milliarden Menschen um 208.000. Im Jahr 2018 müssten also die Erträge von 1,5 Milliarden ha Ackerland die Weltbevölkerung von 7,5 Milliarden Menschen ernähren – mit steigendem Bedarf in den Folgejahren, so der Wissenschaftler. Das betreffe auch den weltweiten Getreidebedarf. Dieser habe 2007/2008 bei 2,1 Milliarden t gelegen und werde 2020/2021 etwa 2,6 Milliarden t erreichen. Das Dilemma: Um die steigende Weltbevölkerung ernähren zu können, müsse die Flächenproduktivität jährlich bis 2020 um 2 Prozent und bis 2050 um 2,5 Prozent steigen. Allerdings nehme in der EU die Produktivität um 0,6 Prozent ab, machte Klink die kommenden Herausforderung für die Landwirtschaft deutlich.

Im zweiten Teil erklärte der Referent anhand von Statistiken und Studien, wie wenig einige der für die Landwirtschaft negativen Schlagzeilen durch Tatsachen gedeckt seien und wie unterschiedlich Fakten hervorgehoben oder weggelassen würden. Beispiel Pflanzenschutz: Die vom Bundesamt für Verbraucherschutz herausgegebenen Zahlen belegten, dass von 1991 bis 2013 die Wirkstoffmenge konstant geblieben sei. Auch die Anzahl der Wirkstoffe sei seit 2006 bei 250 bis 260 konstant, stellte Klink fest. Damit sei die Schlagzeile "Es wird immer mehr Pflanzenschutzmittel gespritzt" nicht haltbar!

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 49/2018 unter der Rubrik "LandFrau" und im digitalen Bauernblatt.

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