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Mit dieser Aktion und der Forderung "Equal Pay now!" starteten die LandFrauen im Kieler Schloss gemeinsam mit Ihren Gästen in das diesjährige Arbeitsjahr unter dem Motto "Chancengerechtigkeit". Foto: Ulrike Baer

An diesem Sonnabend ist Equal-Pay-Day, der internationale Aktionstag für Entgeltgleichheit zwischen Männern und Frauen. Den Auftakt dazu machten die LandFrauen Schleswig-Holsteins bereits am vergangenen Mittwoch im Kieler Schloss beim diesjährigen LandFrauenforum mit zahlreichen Gästen aus Politik und Landwirtschaft.

Sie forderten auf Plakaten nicht nur "Equal Pay now!", sondern zeigten auch, wie sich Frauen vernetzen, unterstützen und beraten können, um nicht von der Lohnlücke direkt in die Altersarmut zu wechseln. So sprachen auf dem Forum zwei Frauen, die für ein solches Netzwerk plädieren: die Bürgerbeauftragte für soziale Angelegenheiten und Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Schleswig-Holsteins, Samiah El Samadoni, sowie die Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit, Regionaldirektion Nord, Ulrike Zängl.

Entlohnung entsprechend ihrer Qualifizierung, gleiche Aufstiegschancen und freie Berufswahl - so hatte Marga Trede, Präsidentin des LandFrauenverbandes SH, in ihrer Begrüßungsrede beschrieben, worum es bei der Chancengerechtigkeit gehe. Und sie nannte Zahlen dafür, dass diese Chancengleichheit noch nicht erreicht sei. 

So verdienten Frauen nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2014 durchschnittlich 21,6 % weniger als Männer und arbeiteten somit 79 Tage im Jahr umsonst. "Damit haben alle berufstätigen Frauen hier im Saal bis heute nichts verdient", so Trede.

Samia El Samadoni machte deutlich, wie aus diesem "Gender-Pay-Gap", der Lohnlücke, am Ende einen Rentenlücke werde. So bekomme eine Frau in Schleswig-Holstein durchschnittlich 588 € Rente, ein Mann 1.078 €. Die Bürgerbeauftragte nannte auch Gründe dafür: Zum einen sei die Lebenswirklichkeit geprägt von Frauen, die in Teilzeit arbeiteten, wenn sie Kinder bekämen.

Durch ihrer Beratungsarbeit wisse sie, dass Frauen beim Wiedereinstieg in die Arbeitswelt nicht selten scheiterten. Sie verhehlte aber auch nicht, dass ihr auch Fälle "grenzenloser Naivität" begegneten, wenn Frauen allein auf die Versorgung in der Ehe setzten. Das sei bei der aktuellen Scheidungsrate oft der sichere Weg in die Altersarmut.

Den kompletten Beitrag lesen Sie in der Bauernblatt-Ausgabe 11/2016 unter der Rubrik "Landfrau".

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