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Petersilie schneiden für die Zubereitung einer Remoulade gehörte im vergangenen Jahr mit zu den Aufgaben der Küchenbullen. Foto: Kathrin Iselt-Segert

Anscheinend kaum jemand nimmt Notiz von ihr, obwohl sie doch in vielen Bereichen unseres Alltags allgegenwärtig ist: die Hauswirtschaft. Ob Krankenhäuser, Tagungsstätten oder Altenheime - ohne gelernte Hauswirtschafter würde der Betrieb dort nicht laufen.

Ein Berufsfeld also, das viele Zukunftschancen bietet - und dennoch vielen Schulabgängern unbekannt ist. Den Beweis, dass Hauswirtschaft ein Job für Profis und ein zukunftsträchtiger Beruf ist, treten am diesjährigen "Boys' Day" wieder die LandFrauen an, die zahlreiche Jungs zum "Küchenbullen" ausbilden. Prominentester Teilnehmer am 28. April ist Sören Kühl, zweiter Vorsitzender der Landjugend Schleswig-Holstein.

Sören Kühl wird zusammen mit sieben Jungs im Haushalt von LandFrau Sigrid Aust aus Fockbek - mit Unterstützung von weiteren LandFrauen aus ihrem Rendsburger Ortsverein - in die Geheimnisse der modernen Hauswirtschaft eingeführt. "Ich bin gespannt auf den Tag - und sicher, dass ich noch eine Menge lernen kann", freut sich Sören Kühl und betont: "Hauswirtschaft ist mit ihren Umfängen ein wichtiger Bestandteil jedes guten Haushaltes, und Traditionen sollen bewahrt werden. In der modernen Zeit haben zudem nicht nur die Frauen den Kochlöffel in der Hand, sondern auch immer mehr Männer trauen sich an den Herd. Das 'Trainingscamp für Küchenbullen' ist hierfür der ideale Grundstein."

Der Schwerpunkt aller Trainingscamps liegt in der gemeinsamen Planung und Zubereitung eines Mittagessens. Daneben werden, je nach Möglichkeit, eine Einführung in Tisch- und Esskultur, der praktische Umgang mit Wäsche, das Reinigen von Böden und Fenstern, die Grundlagen einer Kostenkalkulation und vieles mehr gezeigt. "Ziel ist es, den Jungs zu vermitteln, dass diese Aufgaben nicht nur zu den Grundlagen eines jeden Haushalts gehören, sondern auch Spaß machen können", unterstreicht Marga Trede, Präsidentin des LandFrauenVerbandes Schleswig-Holstein.

In den landesweiten Trainingscamps werden über 100 Jungs von rund 20 LandFrauen ausgebildet, auch zahlreiche Schulen sind wieder mit dabei. In Sachen "Boys' Day", dem Pendant zum "Girls' Day", sind die schleswig-holsteinischen LandFrauen Vorreiter, denn die Ausbildung zum "Küchenbullen", die sich speziell an Jungs richtet, findet in diesem Jahr bereits zum neunten Mal statt - auf Bundesebene gibt es den "Boys' Day" erst seit sechs Jahren. Unterstützt wird das Projekt von der Landesregierung Schleswig-Holstein.

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