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Marga Trede erklärte: "Es war von Anfang an mein Prinzip, wenn ich dieses Amt übernehme, dann will ich vor allem auch Freude daran haben" Foto: Kathrin Iselt-Segert

Als Marga Trede vor acht Jahren zur Präsidentin des LandFrauenverbandes Schleswig-Holstein gewählt wurde, trat sie unter anderem mit dem Ziel an, das Image der LandFrauen zu verbessern. Viel hat sich seitdem getan. Der Verband kommuniziert heute auch via Facebook und hat gerade eine Gesundheitsaktion zum aktuellen Thema Telemedizin zu laufen. Vor ihrem Abschied aus dem Ehrenamt am 8. März im Kieler Schloss sprach das Bauernblatt mit Marga Trede. Dabei ging es unter anderem darum, warum der Präsidentin die Arbeit (fast) immer Spaß machte, welchen praktischen Tipp sie der bayerischen Landesbäuerin gab, warum Farben für eine Präsidentin eine wichtige Rolle spielen und ob die gebürtige Steinburgerin Angst vorm großen schwarzen Loch hat.

Frau Trede, mit welchen Gefühlen sehen Sie dem 8. März entgegen?
Marga Trede: Eigentlich sehr freudig, weil ich das bereits im November 2015 entschieden und bekannt gegeben habe. Davor, muss ich zugeben, war ich innerlich schon zerrissen.

Warum?
Es war zunächst schwer zu sagen, wie es weitergehen soll. Ich bin seit 30 Jahren aktive LandFrau, habe früh angefangen, wurde 1987 mit 30 erste Vorsitzende des LandFrauenvereins Hörnerkirchen. Die Arbeit hat mir immer großen Spaß gemacht. Deshalb stand ich vor der Frage: Soll ich nach 30 Jahren aufhören oder noch vier Jahre dranhängen?

Wer hat Ihnen bei dieser Entscheidung geholfen?
Mein Mann. Wir haben viel darüber gesprochen und er hat schließlich halb im Scherz gesagt, wenn ich weiter kandidierte, wäre er über 70, wenn ich aufhöre, und ich könnte womöglich gleich in die Pflege gehen. Die vergangenen Jahre haben wir den wenigen Urlaub genutzt, um Kurzreisen zu unseren Söhnen nach Stuttgart und Köln zu machen. Dafür und auch für unsere gemeinsamen Interessen wollen wir gern etwas mehr Zeit haben. Als wir das besprochen hatten, war es für mich eine gute Entscheidung. 30 ist eine gute Zahl.

Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat bei der Verleihung des Verdienstordens, mit dem Sie im vergangen September geehrt wurden, betont, dass Sie immer mit einem Lächeln Ihre Forderungen stellen. Aus welcher Position heraus können Sie das?
Zum Ersten denke ich, weil wir als Verband finanziell unabhängig sind vom Land. Das habe ich auch Minister Robert Habeck (Die Grünen, Anm. d. Red.) gesagt, dass wir LandFrauen nicht kommen, um zu betteln, sondern mit Politikern und Partnern auf Augenhöhe zu sprechen. Ich habe im Landesfrauenrat erlebt, wie es ist, vom politischen Geld abhängig zu sein. LandFrauen dagegen nehmen sich etwas vor und setzten es, ob auf Orts-, Kreis- oder Landesebene, um. Das ist eine Riesenfreiheit, von der manche Gremien in der Kommunalpolitik oder in der Kirche nur träumen können. Zum Zweiten war es von Anfang an mein Prinzip, wenn ich das mache, dann will ich auch Freude dran haben. Natürlich gibt es auch mal Ärger, aber die Freude muss überwiegen.

Das komplette Interview finden Sie in der Bauernblatt-Ausgabe 8/2017 unter der Rubrik "LandFrau" und in der Bauernblatt-App.

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