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An der Fleischtheke bekommt Gisela Buse von Fachverkäuferin Natalie Wolgast ihre Ware in einem neuen Behälter zum Tausch. Foto: Tonio Keller

Viele Menschen wollen aus ökologischen Gründen Verpackungsmüll vermeiden. Doch wie, wenn man beim Einkauf im Supermarkt nicht darum herumkommt, zum Beispiel an der Fleisch- oder Käsetheke? Einzelne Lebensmittelmärkte schaffen derzeit alternative Möglichkeiten - zum Beispiel der Edeka-Markt Hoof in Osterrönfeld bei Rendsburg. Er bietet jetzt Mehrwegdosen an.

"200 g gekochten Schinken bitte", verlangt Gisela Buse an der Wursttheke. Auf Wunsch bekommt sie diese statt in einer Plastikschale mit Plastikbeutel drum herum in einer Mehrwegdose. Sie hat auch eine mitgebracht, aber nicht in diese wird die Ware gefüllt, sondern Verkäuferin Natalie Wolgast nimmt eine von dem Stapel frischer Dosen.

Dose im Tausch

Der Mehrweg­effekt kommt dadurch zustande, dass Kundin Buse ihre mitgebrachte Dose vorne am Infostand des Marktes abgegeben hat. Dafür bekommt sie einen Bon, den sie am Tresen nun gegen eine frische Dose einlöst. Beim ersten Mal muss man die Dose bezahlen - es gibt sie in zwei Größen, beide für je 4,99 €. Danach fallen für den Kunden keine weiteren Kosten an. Selbst wenn er eine beschädigte Dose zurückbringt, kostet ihn die getauschte neue nichts. Die Dosen sind aus massivem Kunststoff. Der Deckel wird aufgesetzt und an allen vier Seiten festgeclippt (Prinzip "clip and close").

Vorgaben der Hygiene

Doch warum kann man nicht irgendeine eigene Dose mitbringen und mit Wurst oder Käse füllen lassen? Das hat hygienische Gründe. Die gebrauchten Dosen sollen zwar vom Kunden vorgereinigt gebracht werden, werden aber dann noch einmal extra in einem Spezialverfahren von einer externen, dafür zertifizierten Firma in Holzbunge gereinigt, bevor sie in die Wiederverwertung kommen. Die Reinigung erfolgt bei 80 °C und nicht zusammen mit anderem Geschirr wie Tellern oder Gläsern, also nicht wie in einer Geschirrspülmaschine.

"Es ist ganz wichtig, dass die vom Kunden zurückgebrachten Dosen bei uns nicht mit dem Hygienebereich in Berührung kommen", sagt Martin Hoof. Er und sein Sohn Hendrik sind gemeinsam Inhaber und Geschäftsführer des Edeka-Marktes in Osterrönfeld. Das System der Mehrwegdose wurde vom Edeka-Verbund entwickelt und gemeinsam mit dem Kreisveterinär auf die örtlichen Gegebenheiten abgestimmt. Martin Hoof: "Wenn wir das machen, dann gleich ordentlich!"

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 48/2018 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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