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Klassiker: Puppen waren und sind eines der beliebtesten Spielzeuge. Foto: Silke Bromm-Krieger

Helga Martens ist leidenschaftliche Sammlerin von historischen Gebrauchsspielzeugen und Gesellschaftsspielen. Über drei Jahrzehnte trug sie Exponate zusammen, die Kinderherzen höherschlagen ließen. Dem Bauernblatt gewährte sie einen Blick in ihre Privatsammlung "Kindheits(T)räume".

Ganz oben unter dem Dach des Industriemuseums Geschichtswerkstatt Herrenwyk in Lübeck türmen sich auf Regalen rund 2.700 Fundstücke, die Helga Martens gesammelt hat. Hier steht auch eine Puppenstube aus den 1950er Jahren, mit der ihre Sammelleidenschaft begann.

Es war ihr Vater Hans, der mit handwerklichem Geschick die meisten Spielsachen für seine drei Töchter in Marke Eigenbau herstellte. Die erste Puppenstube, die er seiner Jüngsten Helga schenkte, blieb ihr auf ewig im Gedächtnis. "Das war eine tolle Puppenstube mit allen Raffinessen", erinnert sich die 71-Jährige.

Als sie mit 21 Jahren ihr Elternhaus verließ, blieb ihr Spielzeug aus Kindertagen daheim zurück. Doch irgendwann merkte sie, dass es ihr fehlte. Zumindest die Puppenstube sollte als schöne Erinnerung wieder bei ihr sein. "Während eines Besuches bat ich meine Eltern, sie mitnehmen zu dürfen. Erst da erfuhr ich, dass mein Vater sie längst weggeschmissen hatte! Das war für mich ein Schock", blickt sie zurück. Das gute Stück war zwar unwiederbringlich verloren, doch die Sehnsucht danach blieb. Helga Martens fing an, bei Antiquitätenhändlern nach einer ähnlichen Puppenstube zu suchen. Tatsächlich wurde sie im Jahr 1984 fündig. "Das war der Startschuss für meine Sammlung. Fortan war jeder Flohmarkt meiner", erzählt die gelernte Erzieherin und Chemielaborantin.

Doch sie wollte nicht nur Spielzeug sammeln, sondern sich gleichzeitig mit seiner Historie und mit spielenden Kindern im Wandel der Zeit beschäftigen. Den Sammlungsschwerpunkt legte sie bewusst nicht auf das exquisite Spielzeug des Bürgertums und Adels, sondern auf das häufig bespielte Gebrauchs- oder Wegwerfspielzeug der "normalen" Leute. "Diese machten schließlich früher wie noch heute den Großteil der Bevölkerung aus. Arme und Reiche spielen unterschiedlich. Die soziale Stellung eines Kindes ließ und lässt sich an seinem Spielzeug ablesen", gibt sie zu bedenken und lädt auf eine spannende Zeitreise durch ihre Sammlung ein.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 5/2019 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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