Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Das Modell "Schafstall" ist der Renner von Hans-Otto Kullig. Foto: Silke Bromm-Krieger

Tischler Hans-Otto Kullig aus der Gemeinde Dobersdorf im Kreis Plön ist seit knapp vier Jahren im Ruhestand. Doch die Beine legt er deshalb noch lange nicht hoch. Mit Begeisterung fertigt der Hobbykünstler Vogelhäuser, Nistkästen, Meisenknödelhalter und Insektenhotels. Das Bauernblatt hat ihm bei seiner Arbeit über die Schulter geschaut.

Extra für den Besuch habe er noch seine Werkstatt aufgeräumt, verrät Hans-Otto Kullig schmunzelnd, schnappt sich eine Mini­tür aus Kiefernholz und beginnt in aller Seelenruhe, mit dem Akkuschrauber ein Scharnier anzubringen. "In der Ruhe liegt die Kraft", meint er, nimmt sich eine kleine Schraube und dreht sie vorsichtig ins Holz. 

Paradies für kleine Tiere

Die Tür, an der er gerade arbeitet, ist für sein Modell "Sperlingslust" bestimmt. "Sperlinge brüten gern in Kolonien. In diesem Nistkasten können drei Paare gleichzeitig ihr Nest bauen", erklärt er und läuft in den Schuppen, um ein bereits fertiges Exemplar zu holen. 

Alle Türen der Einzelfächer lassen sich mühelos aufklappen. So ist das Hausinnere gut zu reinigen. Das Dach mit verklebter Bitumendachpappe sorgt dafür, dass die Sperlinge bei Wind und Wetter warm im Trockenen sitzen. Damit alles nett aussieht, hat Kullig mit viel Liebe zum Detail noch farbige Türen und Fensterläden angebracht. 

Solch ein Teil hat auch in seinem Garten ein lauschiges Plätzchen gefunden. Auf dem 1.400 m² großen Areal befindet sich ein wahres Vogel- und Insektenparadies. In versteckten Ecken, auf Beeten und bei den Obstbäumen locken seine Kreationen gefiederte, summende und krabbelnde Besucher an. "Im vergangenen Jahr waren zwei Fächer des Modells Sperlingslust belegt. Dieser Nistkasten ist sehr beliebt", freut sich der 66-Jährige. 

Seine Leidenschaft für den Werkstoff Holz entdeckte Kullig in der Jugendzeit. Im Alter von 16 Jahren begann er seine Lehre bei einem Tischlermeister. "Ich hatte schon immer ein Herz für Holz und alles Schöne", sagt er und streicht dabei sanft über sein Werkstück. Sauber und exakt zu arbeiten und nicht Pi mal Daumen, das hatte der Juniorchef ihm damals als Lehrling beigebracht, und daran hält er sich bis heute. So legt er bei seiner Arbeit Wert darauf, alle Werkteile sorgfältig miteinander zu verschrauben und zu verleimen und sie schön glatt zu schleifen. Beim Anfassen soll es keine unangenehmen Überraschungen wie Splitter geben. 

Filigrane Handarbeit

Das zeitsparende Klammern der Werkteile mit einem Tacker lehnt er ab. "Spätestens nach einem Jahr im Freien kommen die Klammern wieder hoch. Das sieht dann nicht mehr gut aus." Sein beliebtestes Modell ist ein Futtersilo, das er auf den Namen "Schafstall" getauft hat. Zum Aufstellen im Vor- oder Hausgarten gibt es bei Kullig ergänzend einen rustikalen Holzständer. So können Vogelfreunde die Piepmätze bequem vom Fenster aus beobachten, und die Tiere bleiben vor herumstreunenden Katzen geschützt. 

Unzählige Arbeitsschritte in filigraner Handarbeit sind für den "Schafstall" notwendig. Als Kullig sie im Einzelnen aufzählt und fachmännisch erläutert, wird schnell klar, wie viel Fingerspitzengefühl, Konzentration und Know-how erforderlich sind, um das alles perfekt hinzubekommen. "Rund 20 Stunden brauche ich, bis ein Futtersilo fertig ist", erzählt er.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 44/2018 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.