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Peter Herrchen ist mit Gelenkersatz sportlich sehr aktiv. Foto: First Foto Factory GmbH

Mehr als 400.000 künstliche Hüft- und Kniegelenke werden jährlich in Deutschland eingesetzt. Diese Operationen gehören zu den häufigsten Eingriffen. Mit einem Gelenkersatz sportlich wieder aktiv zu sein wünschen sich viele Betroffene. Hier sprechen Orthopäde und Unfallchirurg Dr. Jörg Löwe sowie Martina Ziep und Peter Herrchen darüber, die beide mit neuen Hüftgelenken leben.

Dr. Jörg Löwe ist stellvertretender Leitender Arzt am EndoProthetikZentrum der Maximalversorgung am Kieler Lubinus Clinicum. Tausende von endoprothetischen OPs hat der erfahrene Operateur schon durchgeführt. "Patienten aller Altersstufen wünschen sich nach den Eingriffen Schmerzfreiheit und die Wiedererlangung ihrer uneingeschränkten Mobilität", weiß der Experte.

OP ist oft einzige Option

Bei den Eingriffen setzt er Endo­prothesen ein, die dauerhaft im Körper verbleiben und das geschädigte Gelenk ganz oder teilweise ersetzen. Wenn Medikamente, Bewegung und Physiotherapie nicht mehr helfen, ist ein Implantat oft die einzige Möglichkeit, wieder schmerzfrei und beweglich zu werden.

Besonders Patienten, die vor ihrer Erkrankung sportlich aktiv waren, wollen nach einer OP möglichst bald wieder mit dem Training beginnen. So auch Martina Ziep aus Güstrow in Mecklenburg-Vorpommern. Als das Bauernblatt sie besucht, ist ihre OP am Lubinus Clinicum gerade einmal vier Tage her, und schon läuft sie an Unterarmstützen den Klinikflur auf und ab.

"Ich bekam eine zementfreie Hüft­endoprothese. Bei mir wurden Gelenkkopf und Gelenkpfanne erneuert", erzählt die Diplom-Landwirtin und Beraterin. Bereits im Sommer vergangenen Jahres erhielt sie links ein neues Hüftgelenk, nun folgte das rechte.

Lebensqualität verloren

"Meine Beweglichkeit hatte vorher langsam schleichend immer mehr abgenommen. Ich hatte Schmerzen beim Gehen, beim Aufstehen und Hinsetzen und wurde insgesamt steifer. Meine Lebensqualität ging dadurch verloren", blickt die 58-Jährige zurück.

Bevor ihre gesundheitlichen Beschwerden begannen, war sie sportlich äußerst aktiv. "Ich fuhr Fahrrad, joggte, schwamm und war begeistertes Mitglied in einem Tanzsportverein. Doch irgendwann ging nichts mehr." Der Arzt diagnostizierte schließlich eine angeborene Hüftfehlstellung und starken Gelenkverschleiß an beiden Hüften. Dringend riet er zur OP.

Schon nach Einsetzen des ersten Implantats verbesserte sich die Mobilität von Martina Ziep. "Da war einfach wieder mehr Schwung im Karton", bringt sie es auf den Punkt. Nach sechs Wochen konnte sie ihre Unterarmstützen wegstellen. Sie machte gelenkschonende Kraftübungen mit dem Theraband, Trampolinübungen, ging spazieren und entdeckte Yoga.

"Ich gestand mir ein, dass ich aus Angst und Unsicherheit zu lange mit dem Eingriff gezögert hatte. Ich dachte, es würde schon irgendwie gehen. Erst als mein Arzt mir klarmachte, dass ich ansonsten in Kürze im Rollstuhl landen würde, stimmte ich einer OP zu", bekennt sie und möchte damit auch anderen betroffenen Frauen Mut zur neuen Hüfte machen, und zwar rechtzeitig. Jetzt, nach dem erfolgreich überstandenen zweiten Eingriff, will sie in absehbarer Zeit mit ihrem Lebensgefährten wieder das Tanzbein schwingen. "Aber nicht nur beim langsamen Walzer!", betont sie und lacht.

Peter Herrchen schreibt einen sehr lesenswerten Blog über seine Erfahrungen: www.endoprothese-und-sport.de

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 46/2018 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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