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Auf der Naturwiese kann man in den Konzertpausen gemütlich rasten. Foto: Tonio Keller

Musik der Spitzenklasse erleben, und das ganz nahe an der Natur, das schätzen die Besucher der Musikfeste auf dem Lande im Rahmen des Schleswig-Holstein-Musikfestivals (SHMF). Ganz besonders naturnah und bei sommerlichem Wetter war das möglich beim Musikfest in Haseldorf im Kreis Pinneberg am vergangenen Wochenende. Der Bauernblatt-Reporter war bei einem Set dabei.

"Hier ist es urig, ländlich, gemütlich, kuschelig" – Begeisterung spricht aus den Worten der beiden befreundeten Familien Frantz und Seemann aus Hamburg-Schnelsen und Kaltenkirchen. Die Frauen kennen sich vom Reiten, wird als Ursprung des Kontaktes genannt, und seit Jahren besuchen sie gemeinsam die Musikfeste auf dem Lande.

In Haseldorf fanden diese allerdings zum letzten Mal 2002 statt, und so ist es der Auftakt zu einem Revival hier. Der Grund: Jetzt sind die Wiesen rund um das Elbmarschenhaus so gestaltet, dass sie einen natürlichen Rahmen bilden zum Sitzen, Sonnen und Schmausen – ein spannender Kontrast zu den meist parkartigen Anlagen der anderen Musikfest-Standorte. "Wir sind dem Eigentümer Prinz Udo von Schoenaich-Carolath-Schilden dankbar, dass er uns das Gelände zur Verfügung stellt", sagt Festivalsprecherin Hannah Bregler. "Damit haben wir endlich auch einen Musikfest-Standort westlich von Hamburg."

Nun aber hinein in den Rinderstall, der, wie es auch bei den anderen Musikfesten üblich ist, als rustikale Konzerthalle dient – SHMF-Konzerte außerhalb der Musikfeste wurden hier auch in den vorigen Jahren gegeben. Johann Sebastian Bach ist der Schwerpunktkomponist dieses Jahres, und so hören wir alsbald von Bach das Italienische Konzert F-Dur, aber mit ungewöhnlichen Instrumenten: Vibrafon und Gitarre, gespielt von Vivi Vassileva aus Oberfranken und Lucas Campara aus Brasilien. Man hört keine Stecknadel fallen, sondern jeden Ton einzeln wie Perlen.

Dann die "Vier Jahreszeiten" von Astor Piazzolla – ja, auch der hat solche geschrieben, von Antonio Vivaldi inspiriert, aber in Tangomanier. "Fünf Stimmen, wir spielen sie alle – mal zwei oder drei ich, mal Lucas", erklärt Vivi. Ein Frühling so leidenschaftlich – man hört die Säfte sprießen; ein Winter so sanft – man hört die Flocken fallen; ein Herbst so rau - man hört die Winde zausen; ein Sommer so fröhlich – man hört die Menschen tanzen. Alle Stücke hat das Paar selbst arrangiert. Einziges Bedauern: Dem Gitarristen wäre mehr Gelegenheit gegönnt gewesen, sein Können auszufahren.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 32/2019 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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