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"Wo kommen sie nur immer wieder her?", fragt sich Landwirt Torsten Teegen. Seit 40 Jahren sammelt er Steine vom Acker. Das große Exemplar ist zum Beispiel erst dieses Jahr sprichwörtlich aufgetaucht. Man sieht die Spuren, die eine Feldmaschine an ihm hinterlassen hat. Foto: Tonio Keller

Klar, dass sich im Boden Steine befinden, als Relikte der Eiszeit. Doch wenn man sie Jahr für Jahr aufsammelt, müssten sie doch irgendwann weg sein, fragt sich Torsten Teegen, Landwirt in Loop bei Bordesholm. Und doch tauchen immer wieder aufs Neue Steine auf. Ein Schlag an der Kuppe hinter der Biogasanlage hat es besonders "in sich".

"Ich bin jetzt 52 Jahre alt, und seit 40 Jahren sammel ich Steine, immer auf denselben Flächen", sagt Torsten Teegen. Ein Kleinlader fährt über den Acker, ein oder zwei Mann laufen nebenher und sammeln - alles, was mehr als etwa 15 cm Durchmesser hat. Eine anstrengende, zeitraubende Arbeit jedes Jahr. "Man könnte denken, sie werden durch das Pflügen hochgebracht. Aber wir pflügen nur 25 bis 30 cm tief, und bis in diese Tiefe müssten wir doch schon lange damit durch sein."

Was sagen Geologen zu dem Phänomen? Das Bauernblatt hat Kerstin Pfeiffer befragt, Gründerin des GeoParks Nordisches Steinreich. "Es können mehrere Phänomene gemischt auftreten, aber die entscheidende Kraft ist der Frost", sagt Pfeiffer.

Wasser dehnt sich bekanntlich beim Gefrieren aus, dadurch bläht sich das gesamte wasserhaltige Erdreich aus und fällt beim Auftauen wieder zusammen. Eis, das sich unter einem Stein gebildet hat, ist länger vor dem Auftauen geschützt als die Umgebung, bleibt hart und verhindert eine Zeit lang das Absinken, das die Umgebung vollzieht. "Es ist wie ein Ein- und Ausatmen, bei dem der Stein nur das Einatmen mitmacht", sagt Pfeiffer. "Man könnte es auch als einen Fahrstuhl beschreiben, der für die Steine nur nach oben geht und nicht nach unten." 

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 23/2018 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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