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Haare spenden für ein soziales Schulprojekt: Emma Reitt schneidet Mitschülerin Cinja Wrage den Zopf. Foto: Silvie Domann

Wer aufgrund einer Krankheit seine Haare verloren hat, für den oder die kann eine Perücke sehr wichtig sein. Sie gibt Schönheit zurück, stärkt das Selbstvertrauen und schafft damit Lebensmut. Drei Bad Segeberger Schülerinnen haben daraus ein soziales Projekt gemacht.

Cinja Wrage (19) sitzt aufgeregt auf einem Friseurstuhl, ihre Mitschülerin Emma Reitt (17) steht hinter ihr und erhält noch ein paar Tipps von Friseurmeisterin Mareike Hanert. Dann greift die Abiturientin zur Schere, langsam schneidet sie den Zopf oberhalb eines 25 cm langen Papierstreifens ab. Innerhalb weniger Sekunden hält sie die Haarpracht von Cinja in der Hand. Emily Dingeldein (17), die Dritte im Bunde, hat die Aktion mit dem Smartphone aufgenommen. Ungläubig verfolgt Cinja das Geschehen im Spiegel. Doch Emma und Emily versichern der Mitschülerin, dass sie auch mit kinnlangen Haaren gut aussehe.

Die abgeschnittenen Haare sind Teil eines Projekts im Fach Wirtschaft und Politik der Segebergerinnen: Es geht um soziale Gerechtigkeit. Die Schüler des Städtischen Gymnasiums Bad Segeberg hatten die Möglichkeit, das Thema mittels Interview, Umfrage oder sozialem Projekt zu erarbeiten. "Für uns war sofort klar, ein soziales Projekt zu machen, wir wollten etwas bewirken", erklärt Cinja.

Sie sammelten unterschiedliche Ideen und verwarfen sie wieder. Das Projekt sollte etwas Außergewöhnliches sein, etwas, das nicht alle machen. Ein Fernsehbericht über ein Mädchen, das Haare spendete, gab den Ausschlag. Im Internet informierten sie sich über die Aktion, bei der Haarspenden zu Echthaarperücken verarbeitet werden. Diese sind für Menschen bestimmt, die aufgrund einer Erkrankung die eigenen Haare verloren haben. "Mit den Haarspenden können wir Erkrankten Freude bereiten, außerdem stärkt eine schöne Perücke das Selbstwertgefühl", berichtet Cinja.

So begannen die drei Schülerinnen, ihr Projekt zu planen: Sie erstellten einen Infozettel für Mitschüler, nahmen Kontakt zu Friseurmeisterin Mareike Hanert auf, die ihre Unterstützung an ihren freien Tagen anbot, und wandten sich an die lokale Presse, um auf ihr Projekt aufmerksam zu machen. Der ­Offene Kanal Lübeck kam für ein Interview vorbei.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 51/2018 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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