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Lara und Lilly Wehner (v.li.) sind ganz fasziniert von der fast elfengleichen Schachblume. Foto: Assia Tschernookoff

Jedes Jahr im Frühjahr wird eine kleine Wiese in der Haseldorfer Marsch im Kreis Pinneberg zum Mekka von über tausend Naturliebhabern. Ziel ihres Ausflugs ist eine kleine florale Schönheit, die Schachblume (lateinisch Fritillaria meleagris), die das 6,4 ha große Gebiet hinter dem Hetlinger Deich in ein herrliches Blütenmeer verwandelt.

Typisch ist ihr Schachbrettmuster, dem sie ihren Namen verdankt. Die Engländer nennen sie übrigens "Snake Head" (Schlangenkopf). In Deutschland ist die zur Familie der Liliengewächse zählende Pflanze wegen der starken Beweidung nur noch selten anzutreffen und wurde als stark gefährdet eingestuft. Auf den feuchten Marschwiesen gedeiht sie jedoch prächtig. Die werden seit 1994 gemeinsam von einem Landwirt und der Arbeitsgemeinschaft Umweltschutz Haseldorfer Marsch, Hetlingen bewirtschaftet. Rund 140.000 Blumen wurden dieses Jahr von der Arbeitsgemeinschaft gezählt.
Für ihren Erhalt hat sich auch die Botanikerin, Natur- und Pflanzenschützerin Loki Schmidt eingesetzt, die sich schon als kleines Kind in die grazile Blume verliebt hatte.

Für Fotografen und Künstler ist das Liliengewächs ein beliebtes Motiv, so auch für die passionierte Plein-Air-Malerin Ute Farr, die sich jedes Jahr von ihrer schillernden Farbenpracht inspirieren lässt: "Wenn man schon so ein kleines Wunder vor der Haustür hat, muss man doch die Staffelei aufbauen", findet sie. Die Hetlinger halten die Schachblume in ihrem Wappen in Ehren.

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