Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Die Schüler der Grundschule Immenhorst lauschen den Erklärungen von Lehrerin Bettina Gutdeutsch, Romy Rölicke vom Stadtmuseum, Moscheeführer Tahsin Cem, Yener Çevikol vom Türkisch-Islamischen Kulturverein und Imam Mustafa Bayram (v. li.). Foto: Tonio Keller

Kinder brauchen den Kontakt zur Natur und ein Wissen über unsere natürlichen Lebensgrundlagen. In Schule und Kindergarten sind die Möglichkeiten dazu oft begrenzt. Hier bieten sich außerschulische Lernorte an. Das Bauernblatt stellt einige vor, die das Qualitätszertifikat "norddeutsch und nachhaltig" (NUN) erworben haben. Letzte Folge: das Projekt "Religion und kulturelle Vielfalt" des Stadtmuseums Norderstedt.

"Salem aleikum – der Friede sei auf dich! Das heißt: Wenn jeder den anderen respektiert, gibt es auch keine Probleme." So bekommen die Viertklässler der Grundschule Immenhorst aus Norderstedt den Friedensgruß der Moslems von Moscheeführer Tahsin Cem erklärt. Auch die wichtigsten Rituale und Gebräuche der Moslems lernen die Schüler kennen: das Freitagsgebet, das Fasten im Ramadan, die täglichen fünf Gebete, die rituelle Waschung vor dem Gottesdienst, die Cem ihnen vorführt. Und sie bekommen erklärt, was die Ausstattung in der Eyüp Sultan Moschee bedeutet und wozu sie dient.

Drei Elemente gehören in jede Moschee: als Erstes die Gebetsnische, die zur Kaaba in Mekka ausgerichtet ist, zum Zweiten die Redekanzel für die Freitagspredigt und drittens der Lehrstuhl auch für weltliche Fächer wie Mathematik oder Sprachen, der auch von dafür qualifizierten Frauen besetzt werden kann. "Das entspricht den drei Funktionen des Imam", erklärt Cem, "Vorbeter, Prediger und Lehrer."

Besonders feierlich geht es dabei aber nicht zu. "Ihr dürft alles anfassen", erlaubt Cem. Die Moschee ist nämlich nicht nur für den Gottesdienst da, sondern auch als sozialer Treffpunkt für die Gemeinde und sogar als Schule. Deshalb sollen die Kinder erst einmal herumtollen und die Moschee für sich entdecken. "Dürfen wir auch den Geheimgang öffnen?", fragt ein neugieriger Junge. Doch da ist nichts, das ist nur ein Abstellraum. Ein paar Regeln gibt es natürlich, zum Beispiel müssen alle vor dem Teppich die Schuhe ausziehen. Und als Imam Mustafa Bayram den Gebetsruf anstimmt – obertonreich und mit Vierteltonvarianten, sind alle von selber mucksmäuschenstill.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 28/2019 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.