Zur Navigation springen Zum Inhalt springen

Der Altar im Knorpelbarock von 1652 mit zwei Kirchenstühlen. Foto: Silke Bromm-Krieger

Etwas verborgen in einer Sackgasse steht die St. Marienkirche in Delve an der Eider im Kreis Dithmarschen. Ob ein heftiger Bilderstreit, der anno dazumal Sonderzüge ins Dorf spülte, oder jüngst eine unverhoffte Sensation – das kleine Gotteshaus ist Ausgangspunkt vieler spannender Geschichten. Das Bauernblatt ging mit Pastor Jens Cahnbley auf Spurensuche und entdeckte dabei auch ein Symbol für den Geist Gottes in der Gegenwart.

Wo das Pferd graste

Seit zwölf Jahren ist Cahnbley Gemeindepastor in der Verbundpfarrstelle Delve. Gern erzählt er die Legende, die sich um die Gründung der alten, schönen Kirche rankt: "Anfang des 13. Jahrhunderts wollten Marsch- und Geestleute eine Kirche bauen, doch sie waren uneins über den Ort. Also nahmen sie ein Marienbildnis, banden es auf ein Pferd, und dort, wo es am nächsten Morgen beim Grasen gefunden werden würde, sollte der Bau entstehen."

Die Feldsteinkirche mit ihrem unregelmäßigen Mauerwerk wurde im Lauf der Jahrhunderte mehrmals mit Ziegelsteinen geflickt, die Westwand 1898 in Backstein erneuert. Über dem Kirchenschiffdach erhebt sich der Dachreiter von 1877.

Einzig das kleine Chorfenster an der Ostwand ist noch ursprünglich, alle anderen wurden vergrößert. Wenige Schritte entfernt steht der mit Holzschindeln bedeckte Glockenturm. Vom "schiefen Turm von Delve" wie er augenzwinkernd genannt wird, soll noch die Rede sein.

Prächtiger Altar

Doch jetzt führt Jens Cahnbley hinein in die Kirche, die den Besucher mit einem Gefühl der Geborgenheit umfängt, während die Kirchturmuhr mit hellem Klang zur vollen Stunde schlägt. Bei einem Rundgang fällt sofort der prächtige Altar auf. Er wurde 1652 über dem mittelalterlichen Unterbau errichtet und stammt vom Bildhauer Henning Claussen. An den Wänden des Altarraums befinden sich zwei umbaute Kirchenstühle. Sie dienten früher als abgesonderte Sitzplätze für höhere Stände der Kirchengemeinde.

Jens Cahnbley öffnet den kleineren im Südosten und leuchtet mit einer Taschenlampe hinein. Im Innenraum finden sich an den Holzwänden die Jahreszahl 1620 sowie Namen und Wappen zweier nicht adliger Familien. "Das können auch Bauernfamilien gewesen sein", vermutet er und zeigt auf ein Lamm in einem der Wappen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 20/2018 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

nach oben

Hinweis zur Nutzung von Cookies

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter.