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Schlüsselszene aus "The Team II": Kommissar Gregor Weiss (Jürgen Vogel) entdeckt den Täter und nimmt die Verfolgung auf. Foto: ZDF/Sofie Silbermann

Heimspiel für Jürgen Vogel: Als Hamburger TV-Kommissar kann er endlich in seiner Geburtsstadt gegen das Böse kämpfen. In der zweiten Staffel der internationalen Krimiserie "The Team" ermittelt eine neue Europol-Polizeieinheit aus Deutschland, Dänemark und Belgien über die Staatsgrenzen hinweg. Der 50-Jährige stellt den deutschen Part des Polizeitrios und beweist, dass er auch zwischen zwei starken Frauen seinen Mann steht. Das ZDF zeigt "The Team II" ab 21. Oktober in vier Doppelfolgen jeweils sonntags um 22 Uhr.

Herr Vogel, mit "The Team II" geht die erfolgreiche Krimireihe mit neuem Thema, neuen Ermittlern und neuen Schauplätzen in die zweite Runde. Was war für Sie der besondere Kick an dem Konzept?
Jürgen Vogel:
Der Fall ist einfach total spannend. Es geht ja diesmal um die Verstrickung von illegalem Kunsthandel mit internationalem Terrorismus, was hochexplosiven realen Erzählstoff bietet. Das Drehbuch basiert auf gründlichen Recherchen, und die ganze Story ist superfesselnd geschrieben. Aber auch diese internationale Zusammenarbeit hat mich sehr gereizt. Dass wir als Polizei kooperieren müssen, in verschiedenen Ländern mit unterschiedlichen Mentalitäten.

Sie haben mal gesagt, dass Sie lieber eine "geile Serie" drehen als einen bescheidenen Kinofilm...
Dazu stehe ich auch heute noch, definitiv. "The Team II" ist so eine geile Serie, sie hat die perfekten Zutaten und ist superprofessionell umgesetzt. Da musste ich einfach mitmachen. Auch weil ich ein Fan vom ersten Fall war. Und weil die Serie Schmackes hat und keine seichte TV-Kost ist.

"The Team II" geizt nicht mit temporeichen Actionszenen. Wie viel Spaß hatten Sie als bekennender Fan schneller Autos an den rasanten Verfolgungsjagden?
War schon toll, dass ich da selbst ans Steuer durfte und Gas geben konnte. Das hat natürlich großen Spaß gemacht. Die Actionszenen waren aber auch eine echte Herausforderung. Gerade wenn alles besonders geschmeidig aussehen soll.

Die Serie thematisiert, wie internationaler Raubkunsthandel den Terror in Kriegsgebieten finanziert. Hatten Sie vorher schon mal von dem illegalen Handel mit sogenannten "Blutantiquitäten" gehört?
Nicht wirklich. Aber das Thema fand ich superspannend – und wichtig. Denn es ist natürlich pervers, dass der Krieg in Syrien durch europäischen Raubkunsthandel befeuert wird: Kunstschätze werden aus Kriegsgebieten geraubt, an reiche Kunstsammler in Europa verkauft und dadurch jegliche Arten von Gräueltaten finanziert. So gesehen, machen wir Europäer unsere Hände gerade mit schmutzig. Jedenfalls ist es mutig, dass auch diese Facette des Kriegs mal in einer Spielfilmserie gezeigt wird. Denn der illegale Handel mit Raubkunst ist – wie ich heute weiß – der viertgrößte Sektor internationaler Kriminalität.

Im Film geht es auch um Rechtsextremismus – manche Szenen erinnern an die Geschehnisse in Chemnitz. Bereiten Ihnen diese Bilder Unbehagen?
Ja sicher. Man darf das aber auch nicht zu düster sehen, sondern sollte immer Hoffnung haben. Und ich hab' Hoffnung. Außerdem denke ich, dass vieles eine Sache der Perspektive und der Bildung ist. Dass man da an den entscheidenden Stellen helfen muss, aber auch verstehen muss, dass Menschen auf die Straße gehen, weil sie ein Problem haben. Man muss sich das Problem anhören, man kann es nicht einfach ignorieren.

Das komplette Interview finden Sie in der Bauernblattausgabe 41/2018 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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