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Im Herbst haben die Kinder auf der Streuobstwiese Äpfel geerntert. Jetzt sehen sie, wie es dort im Spätwinter aussieht. Mit Begeisterung schneiden sie kranke Zweige klein, nachher wird daraus ein Lagerfeuer entzündet. Foto: Tonio Keller

Kinder brauchen den Kontakt zur Natur und ein selbstverständliches Wissen über unsere natürlichen Lebensgrundlagen. In Schule und Kindergarten sind die Möglichkeiten dazu oft begrenzt. Hier bieten sich außerschulische Lernorte an. Das Bauernblatt stellt davon einige vor, die das Qualitätszertifikat "norddeutsch und nachhaltig" (NUN) erworben haben. Heute: der Hof Neuseegaard in Husby in Angeln.

"Gudrun, ich hab einen Hahn gegessen!", begrüßt ein Junge die Hofbetreiberin. Man merkt schon bei der Ankunft der Kinder in den roten Bussen, dass sie vertraut sind mit dem Hof Neuseegaard, dass sie oft hierherkommen. Sie streicheln gleich die liebe, schwarze Labradormischung Merle, eine ausgebildete Therapiehündin. Doch muss Gudrun Perschke-Mallach die Lütten wiederholt ermahnen, die frei herumlaufenden Hühner nicht zu scheuchen. Das ist eben allzu verführerisch! Dann gibt es für die Kinder der "Erdmännchengruppe" von der Kita Preesterbarg aus Flensburg erst mal ein kleines Frühstück in der Scheune.

Doch sie sind heute hauptsächlich gekommen, um auf die Obstbaumwiese zu gehen. Wie? Im nasskalten, öden Februar, wenn die Bäume kahl sind? "Sie waren im Herbst da und haben mit uns Äpfel geerntet, jetzt sollen sie sehen, wie das im Spätwinter aussieht", sagt Perschke-Mallach. "Es ist mir wichtig, dass die Kinder Zusammenhänge in der Natur über die Jahreszeiten hinweg erfahren. Deswegen lege ich Wert darauf, dass die Gruppen mehrmals über das Jahr verteilt da sind. Beim Obst zum Beispiel geht der Kreislauf vom Bestäuben der Blüten im Frühjahr über das Wachstum und Reifen der Früchte bis zur Ernte und der Ruhezeit im Winter."

Die "Erdmännchen" kommen seit März 2018 einmal im Monat, auch im Winter. Es ist eine inklusive Gruppe von etwa 15 Kindern. So häufiger Besuch, dann muss das wohl gefallen! "Die Kinder kommen hier mit der Natur in Berührung, können die Tiere erleben, die Pflanzen angucken", sagt Betreuerin Martina Meißner. "Es werden ihnen Aktionen angeboten, aber niemand treibt sie zur Eile an. Das ist bei einer inklusiven Gruppe besonders wichtig." Nun, so dauert es eben eine Weile, bis man gemeinsam auf die Obstbaumwiese marschiert ist.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 9/2019 unter der Rubrik "Land & Leute" und im digitalen Bauernblatt.

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