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Die Blütenkugeln des Riesenlauchs bilden den Hintergrund für die blaue Blüte der Wieseniris. Foto: Karin Stern

Wenn die letzten Tulpen verblüht sind, kommt der große Auftritt der Schwertlilien. Mit ihrer Farbenpracht und Blühfreudigkeit verbreiten sie gute Laune in Beeten, Steppenanlagen, dem naturnahen Garten oder am Gewässerrand.

Hohe Sorten übernehmen dabei die Funktion der Leitstaude, niedrigere Varianten fügen sich perfekt in den Steingarten ein. Selbst für Balkonkästen finden sich schöne Zwergsorten. Die Iris, wie Schwertlilien auch häufig nach ihrer lateinischen Bezeichnung genannt werden, bevorzugen in der Regel sonnige Standorte. Die schlanken Blätter wachsen aufrecht. Sie schmücken schon vor und noch lange nach der Blüte. Die charakteristischen Blüten bleiben zwar nur wenige Tage lang geöffnet, doch erscheinen an den verzweigten Stängeln über mehrere Wochen hinweg immer wieder neue Blüten.

Die rhizombildenden Stauden unterteilt der Gärtner in die Bart­iris und in die Bartlosen Iris. Bei den Bartiris handelt es sich um Kulturformen, die aus Züchtungen verschiedener Wildarten hervorgegangen sind. Der Name bezieht sich auf den behaarten "Bart" der Hängeblätter, der farblich oft mit dem Blütenblatt kontrastiert. Der Handel bietet ein unüberschaubares Sortiment an Hybridsorten und bringt ständig weitere auf den Markt. Die aufrecht stehenden Domblätter und die nach unten zeigenden Hängeblätter der Blüten finden sich in sämtlichen Farbtönen und Mustern, oft auch mehrfarbig oder gerüscht bis gekräuselt. Remontierende Iris blühen unter günstigen Bedingungen (mildes Klima, lange Wachstumszeit, perfekter Standort) ein zweites Mal. Wer sich dieses Schauspiel gönnen möchte, pflanzt Iris barbata-elatior 'Champagne Elegance'. Sie ist mit ihren vielen elfenbeinweißen und aprikotfarbenen Blüten einen Versuch wert. Einige Arten der Bartiris eignen sich für trockene Böden, andere vertragen etwas mehr Feuchtigkeit.

Manche Arten sind sehr pflegeleicht, einige erfordern die volle Aufmerksamkeit des Liebhabers. Darauf sollte man beim Neukauf unbedingt achten. Bartiris mögen einen durchlässigen, eher mageren Boden an sonniger Stelle. Besonders vorteilhaft sind kalkhaltige Lehmböden. Staunasse Erde oder zu dicht wachsende Konkurrenz mögen Schwertlilien dagegen nicht. Die beste Pflanzzeit ist im Juli oder August. Bei der Pflanzung setzt man die Rhizome so flach in den Boden, dass nach dem Angießen etwa ein Drittel aus dem Boden ragt. Zu tief gesetzte Iris kümmern vor sich hin. Die Pflegearbeiten beschränken sich auf das Entfernen der abgestorbenen Blätter im Frühjahr und eine mineralische Düngergabe im Frühherbst. Für die Vermehrung oder Verjüngung nimmt man die Rhizome nach der Blüte auf und schneidet sie in Teilstücke mit mindestens je einem Blatt. Alle vier bis sechs Jahre ausgeführt, bleibt die Blühfreudigkeit erhalten. Im frühen Herbst gibt man den Bartiris eine schwache, kalibetonte Düngung. Tipp: Aus der unüberschaubaren Sortenvielfalt der 10 bis 120 cm hoch wachsenden Bartiris findet man in Mustergärten, Katalogen oder bei Spezialanbietern seine Favoriten.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 19/2019 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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