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Im Drahtkomposter fliegen die Blätter nicht davon. Fotos: Karin Stern

Unter Bäumen und Sträuchern kann das Laub als schützende Decke den Winter über liegen bleiben.

Die herrlich leuchtende Laubfärbung macht den Herbst so richtig bunt. Nach den ersten kalten Nächten jedoch verblassen die Farben, und zurück bleibt eine auf dem Boden liegende Laubschicht. Keine Sorge: Die Blätter lassen sich sinnvoll verwenden.

Laub ist eigentlich zu schade, um es in die Biotonne zu geben. Schließlich sind darin viele Nährstoffe gebunden, die von Bodenlebewesen zu neuer Pflanzennahrung verarbeitet werden. Daher ist es sinnvoll und arbeitssparend, die Blätter unter Bäumen, Hecken und Sträuchern einfach als wärmende, nahrhafte Decke liegen zu lassen. Wer hier zudem an einer regengeschützten Stelle einige Laubhaufen aufschichtet und mit ein paar Zweigen abdeckt, bietet dem Igel ein warmes Winterquartier, das dankbar angenommen wird.

Bis zum Frühjahr hat sich ein Großteil der Laubschicht in eine nährstoffreiche Humusschicht verwandelt. Alternativ gibt man das Laub als Mulchschicht zwischen Erdbeeren und Himbeeren, unter Beerenobststräucher oder auf Baumscheiben. Eichenlaub empfiehlt sich als Mulch für Rhododendren oder Heidelbeeren, die einen sauren Boden bevorzugen. Wegen des hohen Gerbsäureanteils zersetzt es sich nur langsam und senkt dabei den pH-Wert des Bodens ab.

Von Rasen, Polster bildenden Stauden, Wegen und Freiflächen sollte das Laub entfernt werden, da es hier wegen Fäulnis- und Rutschgefahr nicht liegen bleiben kann. Auch im Gartenteich hat Laub nichts zu suchen. Es reichert während des Verrottungsprozesses das Wasser mit Nährstoffen an und fördert damit die Algenbildung im nächsten Jahr.

Beim Laubrechen ist der Fächerbesen ein sehr hilfreiches Werkzeug. Laubbläser und -sauger werden von vielen Gärtnern aufgrund des nicht unbeträchtlichen Lärmpegels als sehr störend empfunden. Auf Rasenflächen hilft auch der Rasenmäher. Er sammelt die Blätter nicht nur ein, sondern zerkleinert sie zugleich. Dies beschleunigt den Zersetzungsprozess.

Die aufgesammelten Blätter eignen sich sehr gut zur Herstellung von Kompost. Die Humusbildung kommt schneller in Gang, wenn etwas Rasenschnitt, Häckselgut und Kompostbeschleuniger oder Hornspäne beim Aufsetzen des Kompostes untergearbeitet werden. Zudem empfiehlt es sich, die gerbsäurehaltigen Blätter von Eiche, Walnuss, Kastanie, Platane und Pappel mit dem anderer Bäume zu mischen. Das beschleunigt die Zersetzung. Auch das Aufsetzen eines reinen Laubkompostes ist problemlos möglich. Dafür eignen sich Drahtkomposter besonders gut, weil das Laub nicht im Wind davonwehen kann.

Der im Herbst aufgesetzte Laubkompost sollte im Frühjahr einmal umgesetzt werden und verwandelt sich dann im Laufe des Sommers in beste Lauberde. Dieser Humus eignet sich hervorragend zur Bodenverbesserung für alle Pflanzen, die einen lockeren, humusreichen Boden bevorzugen. Außerdem kann man die Lauberde im Herbst zum Anhäufeln der Rosen verwenden.

Tipp: Das kranke Laub der von Miniermotten befallenen Kastanien sollte nicht auf den Kompost gegeben werden. Hier findet der Schädling eine ideale Überwinterungsmöglichkeit vor. Durch konsequentes Entfernen der befallen Blätter verringert man dagegen den Infektionsdruck.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 42/2018 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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