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Wurzelpetersilie wächst in der Jugend nur sehr langsam. Manchmal bereitet die Möhrenfliege Probleme.

Filigraner Blütenaufbau der Pastinake. Fotos: Karin Stern

Ob einfach oder zusammengesetzt, die charakteristischen Blütenstände der Doldenblütler fallen unübersehbar ins Auge. Zu den bekanntesten Würzkräutern der Familie zählen Dill, Petersilie, Kerbel, Kümmel und Fenchel. Doch auch im Gemüsebeet finden wir mit Sellerie, Möhre, Pastinake und Wurzelpetersilie Vertreter der Doldenblütler.

Die Blüten dieser zweijährigen Gemüsearten sind jedoch nur selten zu bewundern. Im Jahr der Aussaat bildet sich die Wurzel als Speicherorgan und wird geerntet. Verbleibt sie jedoch im Boden, entwickelt sich im folgenden Frühjahr der imposante, ausladende Blütentrieb. Nur wenn die Pflanze vorzeitig schießt, zeigt sich schon im Jahr der Aussaat eine Blüte. Die daraus entstehenden Samen sollten jedoch nicht zur Vermehrung verwendet werden, weil sie die Neigung zur vorzeitigen Blütenbildung in sich tragen. Besonders Knollen- und Stangensellerie gehen schnell in die Blüte, wenn während der Anzuchtphase zu niedrige oder zu hohe Temperaturen herrschen. Mindestens 16 °C sollten es während der Keimphase sein, dann sind die jungen Pflanzen bei 14 bis 18 °C weiterzukultivieren. Viele Gärtner meiden die aufwendige Sellerievorkultur und kaufen Mitte Mai Jungpflanzen im Gartenmarkt. Auch Knollen- oder Gemüsefenchel schätzt Temperaturen von 16 bis 20 °C während der Anzuchtphase. Eine Aussaat im Freiland ist bis Mitte Juli möglich. Beim Kauf der Samen fällt die Wahl auf schossfeste, tagneutrale Sorten. Die schönsten Knollen bilden sich an einem warmen, geschützten Platz auf humosem, durchlässigem, nicht zu schwerem, frischem und gerne etwas kalkhaltigem Boden. Während der Kultur ist eine gleichmäßige Feuchtigkeit sehr wichtig. Tipp: zu Beginn der Knollenbildung anhäufeln.

Möhren, Pastinaken und Wurzelpetersilie können ab April im Freiland ausgesät werden, sobald es Boden und Witterung erlauben. Wie alle Doldenblütler verlangen sie bis zum Anblick des ersten Grüns drei bis vier Wochen Geduld vom Gärtner. Die Unkrautsamen im Beet dagegen keimen viel schneller. Um die Reihen besser zu erkennen, sät man einfach ein paar Radieschensamen in jede Rille. Sie keimen sehr schnell und erleichtern das Jäten enorm. Beim Kauf von Möhrensamen achtet man auf die Entwicklungszeit, also die Zeitspanne zwischen Aussaat und Ernte. Frühe, mittelfrühe und späte Möhren reifen nicht nur unterschiedlich schnell, auch die Lagereigenschaften weichen voneinander ab. Frühe Möhren bleiben etwas dünner als späte Möhren und schmecken knackig süß-frisch. Späte Möhren eignen sich sehr gut zum Einlagern. Durch die lange Kulturdauer erhöht sich jedoch das Risiko des Befalls mit der Möhrenfliege, sofern keine resistente Sorte gewählt wurde. Pastinaken dagegen werden von der Möhrenfliege verschmäht. Nur ganz vereinzelt zeigen sich Fraßgänge in der äußersten Schicht der Wurzel, die sich beim Putzen leicht wegschneiden lassen. Wer Probleme mit Wühlmäusen hat, sollte alle Pastinaken Ende Oktober, Anfang November ernten. In Wannen in Erde eingeschlagen bleiben sie bis in den April hinein frisch. Bis dahin nicht verzehrte Exemplare treiben dann frisches Grün aus. Tipp: Als Futterpflanzen für Insekten an einer geeigneten Stelle in den Garten setzten.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 28/2019 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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