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Der aus Mexiko stammende Glücksklee mit seinem vierteiligen Laubblatt wird gern als Glückspflanze zu Silvester verschenkt. Foto: Hans-Dieter Reinke

Gerade zur Jahreswende wünscht man seinen Mitmenschen Glück und alles Gute für das kommende Jahr und die weitere Zeit. Diese guten Wünsche werden oft durch kleine Präsente mit Glückssymbolen unterstrichen. Auch pflanzliche Geschenke stehen ganz oben auf der Liste der Aufmerksamkeiten. Neben den bekannten Vertretern wie Glücksklee und Glücksbambus gibt es eine Reihe weiterer Pflanzen, die man guten Gewissens als kleinen Gruß für Glück, Gesundheit und ein gutes neues Jahr im Allgemeinen überreichen kann.

Kleine Glückspflanzen kann man im Dezember nicht nur im Blumenhandel, sondern auch in Baumärkten, Supermärkten und anderen Geschäften im Sortiment finden. Meist sind sie verziert mit silvesterlichen Glückssymbolen, wie beispielsweise einem Schornsteinfeger, dessen wichtige Arbeit vor verstopftem Schornstein und damit vor Kälte schützt, aber auch das Haus vor der Feuergefahr bewahrt.

Das Schwein war bereits bei den Germanen ein heiliges Tier und ein Symbol für Fruchtbarkeit und Stärke, und es bedeutete wie auch bei Griechen und Römern, dass man über genügend Nahrung verfügte. Mit einem Glücksschwein wünschte man also ursprünglich dem Beschenkten, dass er stets mit Nahrung ausreichend versorgt sein möge.

Der Marienkäfer gilt als Himmelsbote der Mutter Gottes – daher der Name –, und er beschützt Kinder und heilt Kranke. Der Fliegenpilz mag vielleicht nur wegen seines besonderen Aussehens als Glückssymbol gelten, aber die berauschende Wirkung des halluzinogenen Pilzes verursacht mancherlei Glücksgefühle im Feierrausch zu Silvester. Zumindest in einigen anderen Kulturen, wo der Fliegenpilz eine ähnliche Volksdroge ist wie bei uns der Alkohol.

Weitere Glückssymbole sind Hufeisen, Hasenpfoten und Glückspfennige, wobei Letzteres wohl auf das monetäre Glück und einen ausreichenden Wohlstand des Beschenkten zielen. 

Das vierblättrige Kleeblatt ist in der Natur nur sehr selten anzutreffen Es bedarf schon einigen Glücks, eines zu finden. Dies bezieht sich auf unseren heimischen Weiß- oder Rotklee. Die vier Blätter symbolisieren die vier Elemente, die vier Himmelsrichtungen und auch das Kreuz Christi. Das übliche dreiblättrige Kleeblatt symbolisiert die Dreifaltigkeit, scheidet aber als Glückssymbol aus, da es zu häufig ist.

Der Legende nach nahm Eva als Andenken ein vierteiliges Kleeblatt aus dem Paradies mit. Der Besitzer eines solchen vierblättrigen Klees besitzt damit also quasi ein Stück vom Paradies, Der Glücksklee (Oxalis tetraphylla), den wir im Laden als Topfpflanze erwerben, gehört indes in eine ganz andere Pflanzenverwandschaft, nämlich zu den Sauerkleegewächsen (Oxalidaceae), zu denen auch unser heimischer Waldsauerklee (Oxalis acetosella) gehört, der allerdings wie unser Weiß- und Rotklee aus der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae) stets dreiblättrig ist.

Der Glücksklee mit seinen rötlichen oder rosafarbenen Blüten stammt aus Mexiko und ist stets vierblättrig, sodass die Glückswirkung in diesem Fall wegen der fehlenden Seltenheit vielleicht etwas eingeschränkt sein mag. Entscheidend ist hier wohl die Symbolik, dass man ein vierblättriges, Glück bringendes Kleegewächs verschenkt – ohne auf die botanischen Feinheiten zu achten.

Die mehrjährige, krautige Zwiebelpflanze besitzt hellgrüne, leicht behaarte vierteilige Blätter mit einem rotvioletten Zentrum. Die Pflanze steht gern kühl bei 10 bis 15 °C und hell. Hat die Pflanze nach Silvester den Winter überstanden, kann man sie, sobald es frostfrei ist, ins Freie umsiedeln und nach dem Einziehen der Blätter im Herbst die kleinen Zwiebeln neu in Töpfe setzen und hat so nach dem Auswachsen der vierteiligen Blätter ein schönes Silvestermitbringsel.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 51/2018 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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