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Mit Multifunktionsspray lässt sich festsitzender Schmutz, zum Beispiel getrocknete Pflanzensäfte, einweichen. Foto: Bernadette Lütke Hockenbeck/wf

Mit stumpfen Scheren, splissigen Spaten und schartigen Hacken macht die Arbeit keinen Spaß. Daher: putzen, schärfen, ölen bitte!

Mit gut gepflegten ­Geräten geht die Gartenarbeit viel leichter von der Hand. Werden ­Scheren, Hacken und Spaten regelmäßig gereinigt, geschärft und gefettet, halten sie außerdem lange. Gärtnermeister und Ausbilder Ferdinand Thormann kann das bestätigen. "Ich arbeite seit mehreren Jahrzehnten mit derselben Gartenschere. Ich habe allenfalls mal die Klinge ausgetauscht", berichtet er. Der Profi zeigt, welche Hilfsmittel er zur Pflege der Handgeräte nutzt und wie er sie einsetzt.

Poliervlies und Reiniger

Bevor es ans Schärfen geht, müssen die Geräte meist gereinigt werden. Ferdinand Thormann empfiehlt dafür Polier- oder Schleifvlies für Stahl. Es ist in gut sortierten Baumärkten erhältlich. Poliervlies kann trocken oder zusammen mit Reinigungsflüssigkeit angewendet werden. Als Reiniger eignen sich beispielsweise Multifunktionsspray wie WD40, Universalöl wie Ballistol, aber auch Ketten- oder Bremsenreiniger, zum Beispiel Caramba. Alternativ zu Poliervlies kann feine Stahlwolle oder die raue Seite eines Spülschwamms verwendet werden. Die Schneiden von Hecken- und Astscheren lassen sich weit öffnen und sind daher einfach zu reinigen.

Schwieriger wird es bei den kleineren Garten- und Rosenscheren. Wer sie grundreinigen und anschließend schärfen möchte, sollte den Schneidkopf auseinanderbauen. Das ist bei Markenmodellen wie Felco, Gardena und Fiskars, aber auch bei zahlreichen anderen Modellen möglich.

Gartenmesser und manuelle Gartenscheren sollten möglichst von Hand geschärft werden, rät Thormann. Professionelle Schleifer arbeiten mit Nassschleifmaschinen, die das Metall kühlen und dadurch schonen. Wer die Klingen mit einer herkömmlichen Schleifmaschine aus der Hofwerkstatt traktiert, erhitzt sie sehr stark und trägt zudem reichlich Material ab. Zum manuellen Schärfen werden allerlei Schnellschärfer angeboten. Sie tragen jedoch vergleichsweise viel Material von den Klingen ab und erreichen nicht dieselbe Schärfe wie ein Schleifstein, kritisiert Thormann.

Guter Schleifstein

"Ich benutze zum Schärfen meiner Gartenscheren immer einen Belgischen Brocken", sagt er. Der Naturstein aus den belgischen Ardennen ist ein idealer Schleif- und Abziehstein. Er ist vergleichsweise teuer, dafür aber eine Anschaffung fürs Leben, wie Thormann aus Erfahrung betont. Im Fachhandel für Messer und Scheren werden aber auch andere Natur-, Keramik- und Kunstschleifsteine angeboten, die preisgünstiger sind.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 4/2019 unter der Rubrik "Garten" und im digitalen Bauernblatt.

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