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Anlagenspezifische Analysen helfen, den Stromverbrauch der Anlage zu reduzieren. Foto: Thorben Wengert/pixelio

Neben dem größten Kostenfaktor Substrat in Form von Maissilage, Ganzpflanzensilage oder anderen Einsatzstoffen spielen die Kosten für den Eigenstrombedarf beim Betrieb einer Biogasanlage eine wesentliche Rolle.

Mit 7 % bis 10 % der produzierten elektrischen Energie und durchschnittlichen Strompreisen inklusive aller Nebenkosten von zirka 17 ct/kWh entstehen bei einer 500-kW-Anlage jährliche Belastungen durch den Stromeinkauf von häufig über 65.000 €. Hierbei entfallen nur 26 % auf den Arbeitspreis pro Kilowattstunde, der große Rest entsteht durch die EEG-Umlage, die Stromsteuer und diverse andere Umlagen.

Ein wesentlicher Faktor dieser "Nebenkosten" ist der Leistungspreis, welcher durch die dauerhafte Vorhaltung definierter Strommengen und die entsprechende Infrastruktur begründet wird und in einer Höhe von zirka 120 € / kW zu leisten ist.

Weitere Mechanismen wie die Benutzungsstundenzahl – die gerade im Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen eine wichtige Rolle spielen kann – und die Sonderformen nach § 19 Stromnetzentgeltverordnung (StromNEV) sind ebenfalls zu beachten. Um die Kosten auf ein Minimum zu reduzieren, sind Analysen anlagenspezifischer Verbraucher und Lastgänge notwendig.

Hierbei spielt die Reduktion des Stromverbrauchs – beispielsweise durch die Identifikation ineffektiver Bauteile und überflüssiger Rührzeiten – eine wesentliche Rolle. Auch der Einbau von Frequenzumrichtern kann eine lohnende Investition sein.

Durch die Analyse der Lastgänge einer Biogasanlage können überflüssige Lastspitzen erkannt und abgestellt werden. So sind zum Beispiel in diversen Steuerungen die Rührzeiten aller Rührwerke stets zur vollen Stunde voreingestellt, was jeweils Lastspitzen in den ersten 15 min einer Stunde verursacht und zu vermeidbaren Mehrkosten von mehreren Tausend Euro pro Jahr führen kann. Aber auch einmalige Lastspitzen durch unbedachte Fehler im Anlagenbetrieb erhöhen den Leistungspreis für das komplette Kalenderjahr.

Um die Gesamtkosten des Strombezugs zu reduzieren, bieten sich neben der Möglichkeit der optimierten Fahrweise einer Biogasanlage noch weitere Optionen an. So kann es für viele Anlagenbetreiber interessant sein, Teile des benötigten Stroms durch den Betrieb von Photovoltaik- und/oder Wind-Anlagen zu decken.

Auch eine ORC-Anlage (Verstromung der vorhandenen Wärme mittels der Verdampfung organischer Lösungsmittel) kann – je nach geltendem EEG-Recht – eine lohnende Anschaffung darstellen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 22/2018 unter der Rubrik "Biogas-Branchentreff" und im digitalen Bauernblatt.

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