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Ab Juni zeigt sich die durchwachsene Silphie in ihrer Blütenpracht. Foto: archiv

Sie kommt aus Nordamerika, blüht attraktiv gelb und ist mit ihren 3,50 m Höhe eine stattliche Erscheinung: Die Durchwachsene Silphie (Silphium perfoliatum) überzeugte bislang vor allem Imker und Gärtner von ihren Eigenschaften, erlangte aber immer wieder auch als Energiepflanze für Biogasanlagen und somit als mögliche Alternative zu Mais Aufmerksamkeit.

Auch in Schleswig-Holstein ist sie vereinzelt schon als Energiepflanze angebaut worden oder wird angebaut. Doch so recht durchzusetzen vermochte sie sich bislang nicht. Ein Grund war meist die zu hohe Anfangsinvestition aufgrund mangelnder Keimfähigkeit bei unbehandeltem Saatgut. Dadurch musste die Pflanze aufwendig im Gewächshaus angezogen und dann auf dem Feld ausgepflanzt werden. Auch kann die Durchwachsene Silphie erst im zweiten Anbaujahr geerntet werden, da sie im ersten Anbaujahr lediglich eine bodenständige Rosette bildet.

Landwirt Hans Naeve aus Borgstedtfelde hat trotzdem im April des vergangenen Jahres auf einer gut 1 ha großen Fläche Silphie aussäen lassen. Er nutzte dabei ein neues Verfahren von Ralf Brodmann und Thomas Metzler aus Ostrach/ Baden-Württemberg, die es in Kooperation mit dem Energiepark Hahnennest unter dem Projektnamen "Donau-Silphie" entwickelten und Landwirten in ganz Deutschland anbieten.

Anbauberater Gerd-Hinrich Groß erläutert bei einem Besuch der Fläche von Hans Naeve das Prinzip des Verfahrens: "Dabei wird die Silphie als Untersaat zu Mais angebaut. Somit kann im ersten Jahr, wenn die Silphie noch nicht erntefähig ist, zumindest der Mais genutzt werden. Das kompensiert den Ertragsausfall." Da das gleichzeitige Aussäen beider Sorten schwierig ist, entwickelten die schwäbischen Silphieexperten zudem eine eigene Aussaattechnik. Ein Mitarbeiter fährt nun mit Trecker und Sämaschine durch ganz Deutschland, um die wertvolle Energiepflanze großflächig auf die Felder zu bringen.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 16/2018 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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