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Ab 2021 werden auch Bioenergieanlagen zur Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte von den Nachhaltigkeitskriterien der RED II erfasst. Foto: fachverband bioenergie

Dass Bioenergie eine nachhaltige Sache ist, muss man Land- und Forstwirten nicht zweimal sagen: In Deutschland zeigen CO2-Einsparungen von insgesamt rund 65 Mio. t im Jahr 2017 deutlich, dass die Bio­energie über alle Sektoren hinweg ein zentraler Klimaschutzfaktor ist. Künftig muss die Bioenergiebranche aber ihre Nachhaltigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette auch umfangreich nachweisen und zertifizieren lassen – vom Anbau und der Verarbeitung der Biomasse über den Transport bis hin zur Erzeugung von Strom, Wärme oder Kraftstoff.

Die Grundlage hierfür schafft die neugefasste Erneuerbare-Energien-Richtlinie der EU (RED II), die bis Juni 2021 in nationales Recht umgesetzt werden muss. Sie definiert nicht nur einen gemeinsamen Förderrahmen für Erneuerbare Energien. Sie legt auch Nachhaltigkeitskriterien fest, die bislang nur für Biokraftstoffanlagen galten, in Zukunft aber ebenso für Bioenergieanlagen zur Erzeugung von Strom, Wärme und Kälte oberhalb eines bestimmten Schwellenwertes.

Die RED II setzt für das Jahr 2030 ein verpflichtendes Ausbauziel für Erneuerbare Energie von 32 % europaweit am Brutto­endenergieverbrauch fest. Um das gewährleisten zu können, erstellen alle Mitgliedstaaten nationale Energie- und Klimapläne, in denen sie ihre Pläne zum Ausbau Erneuerbarer Energien und zum Abbau von Treibhausgas­emissionen darlegen. Zwar entscheiden die EU-Länder eigenständig, mit welchen Maßnahmen sie ihren Beitrag zum Erreichen der EU-Ziele leisten, die RED II gibt aber in allen Sektoren einen grundsätzlichen Rahmen und Empfehlungen vor.

Im Stromsektor enthält die RED II Vorgaben sowohl für die finanzielle Förderung von Strom aus Erneuerbaren Energien, als auch für den Eigenverbrauch. Hierbei wird in erster Linie darauf abgezielt, die Marktintegration von Erneuerbarem Strom zu maximieren und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Produzenten auf die Erfordernisse des Marktes reagieren. Etwaige Förderverfahren sollen offen, nicht diskriminierend, wettbewerbsfördernd und kosten­effizient angelegt sein. Es liegt also nahe, dass der in Deutschland eingeschlagene Weg der markt­orientierten Ausschreibungen gemäß dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) fortgeführt wird.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 38/2019 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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