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Hinrich Lorenzen (li.) und Hans-Peter Hamann planen schon seit Jahren den Bau und Betrieb einer Pyrolyseanlage mit angeschlossener Wasserstoffseparation. Foto: Iris Jaeger

Erneuerbare-Energie-Erzeugung mittels Pyrolyseverfahren auf Basis biogener Reststoffe – diese Idee treibt Landwirt Hinrich Lorenzen aus Winderatt und Hans-Peter Hamann aus Flensburg schon seit Jahren um. Dieses Jahr könnte diese Idee endlich Gestalt annehmen. Gemeinsam mit Chemie­ingenieur Claus-Lüder Mahnken und der Hydrogen Prozess Technik GbR aus dem niedersächsischen ­Ahausen planen sie den Bau und Betrieb einer Pyrolyseanlage auf dem Konversionsgelände der ehemaligen Marinefunkstelle in der Gemeinde Hürup.

Bei der Pyrolyse handelt es sich um ein Verschwelungsverfahren. Unter Sauerstoffausschluss und bei hohen Temperaturen (bis zu 1.200 °C) wollen die vier Unternehmer in ihrer Anlage biogene Reststoffe aus der Region (Stroh, Pferdemist, Gärreste, Gülle, Rapsstroh, Resthölzer, Reet und Seegras) verkohlen. "Diese Reststoffe werden vorher in einer eigenen Pelletieranlage zu speziellen Maxipellets verarbeitet. Denn für die Pyrolyse müssen sie eine gewisse Dichtigkeit und Struktur haben, damit die Anlage funktionstüchtig bleibt", erklärt Hans-Peter Hamann. Die Gülle werde separiert. Der Vorteil der Reststoffe sei, dass kein separater Anbau erfolge, die Einsatzstoffe somit nicht in Konkurrenz zum Futter- und Lebensmittelanbau stünden, ergänzt Hinrich Lorenzen.

Bei dem Verschwelungsprozess entsteht ein Synthesegas, das, gereinigt, gekühlt und gewaschen, unter anderem für den Antrieb eines Gas-Ottomotors genutzt werden kann, der wiederum einen Generator zur Stromproduktion antreibt. [...]

Geplant ist darüber hinaus, den im Synthesegas befindlichen Wasserstoff zu separieren, ihn vor Ort zu speichern oder ins Erdgasnetz einzuspeisen und ihn somit als Energieträger zur Verfügung zu stellen. Das seinerzeit von der Erfindergemeinschaft Mahnken & Partner entwickelte und patentierte Separationsverfahren dazu ist so einzigartig wie die Idee, mittels Pyrolyseanlage nahezu emissionsfrei und nachhaltig Strom und Wärme aus biogenen Reststoffen zu erzeugen.

Im YouTube-Video wird das patentierte Prinzip unter dem Namen "Ferro Hy Tunnel (FHT)" der oben genannten Erfindergemeinschaft zur Wasserstoffseparation vorgestellt.

Den kompletten Beitrag finden Sie in der Bauernblattausgabe 30/2019 unter der Rubrik "Erneuerbare Energien" und im digitalen Bauernblatt.

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